Bei der am Donnerstag bei Bauarbeiten gefundenen Bombe handelt es sich um eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Das teilte die Stadt Koblenz am Samstagnachmittag nach einer Lagebesprechung der beteiligten Stellen und Behörden mit. Das Kampfmittel tauchte bei Baggerarbeiten im Bereich der Baustelle für den Neubau der Paffendorfer Brücke auf. Entschärft wird die Bombe, die über einen intakten und einen abgebrochenen Zünder verfügt, allerdings am Gülser Moselbogen.
Bombe zur Moselschleuse gebracht
Noch am Donnerstag sei, so heißt es in einer Mitteilung der Stadt, die Bombe auf das Schiff geladen worden, das bei den Baggerarbeiten eingesetzt wurde. Dieses brachte das 500 Kilogramm schwere Kampfmittel am Abend zur Sicherung in die Koblenzer Moselschleuse. Der Bereich wird bewacht. Die Entschärfung muss auf dem Schiff erfolgen. Umgeladen dürfe die Bombe nun laut Kampfmittelräumdienst nicht mehr, die die Mitteilung weiter.

Bombe in Koblenz entdeckt – Entschärfung nach Ostern geplant
Bei Bauarbeiten in Koblenz wird ein Blindgänger entdeckt. Besteht Gefahr für die Bevölkerung?
Der Entschärfungstermin steht bereits fest: Entschärft werden soll am Mittwoch, 8. April, am Moselbogen. Die Stadt richtet hierfür einen Evakuierungsradius von 1000 Metern ein. Betroffen ist ein Bereich des Koblenzer Stadtteils Lay, die dortige Kindertagesstätte sowie der Campingplatz Güls, der Sportboothafen, die Bahnstrecke entlang der Mosel und die Bundesstraßen 416 und 49. Die Bundesstraße 327 (Hunsrückhöhenstraße) werde befahrbar bleiben, schreibt die Stadt. Der Bereich muss am Mittwoch bis 8.30 Uhr verlassen sein.
Nicht der erste Blindgänger an der Pfaffendorfer Brücke
Der Vorgang erinnert an den April 2025. Damals wurde ebenfalls ein Blindgänger an der Pfaffendorfer Brücke gefunden, eine 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe – sie wurde ebenfalls auf dem gleichen Baggerschiff entschärft.

Entschärfung von Bombe auf Schiff in Koblenz geglückt
Von dem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der am Dienstag im Rhein gefunden wurde, geht keine Gefahr mehr aus: Die Bombe wurde erfolgreich durch den Kampfmittelräumdienst entschärft.
„Die im vergangenen Jahr beim ersten Bombenfund im Rhein gemachten, guten Erfahrungen haben uns dazu bewogen, den aktuellen Kampfmittelfund dieses Mal erneut im Gülser Moselbogen zu entschärfen“, erläutert die Koblenzer Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. Am ursprünglichen Fundort im Rhein hätten rund 16.000 Personen und diverse Einrichtungen evakuiert werden müssen. Am nunmehr ausgewählten Entschärfungsort auf der Mosel bellaufe sich die Zahl der zu evakuierenden Personen dagegen auf nur rund 1.100.



