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Wollen SUV-Fahrer unbedingt mit mehr Pkw-Masse auffallen?

Die Menschen werden immer größer – und offenbar ist das auch einer der Gründe, warum die Autos immer größer werden. Und das betrifft nicht nur die in diesem Zusammenhang häufig angesprochenen SUVs.

Der VW Golf beispielsweise ist in den vergangenen vier Jahrzehnten über diverse Modellmodernisierungen hinweg etwa 50 Zentimeter länger und 20 Zentimeter breiter geworden. Und wer einen Mini des Jahres 2018 neben das knuffige Kultmobil von Mr. Bean stellt, könnte auf den Gedanken kommen, es mit einem Tretauto für Kinder zu tun zu haben.

In den Augen vieler Autofahrer sind es insbesondere die seit einigen Jahren schwer in Mode gekommenen SUVs, die – neben Minivans und Geländewagen – viel Raum auf den Straßen und in Parkhäusern beanspruchen. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die Bezeichnung „Sport Utility Vehicle“, was man mit Sportnutzfahrzeug übersetzen könnte. Die großen, hohen Wagen erfreuen sich wegen ihres Platzangebots bei Familien besonderer Beliebtheit, wegen der erhöhten Sitzposition und des deshalb erleichterten Einstiegs und der Übersicht aber auch bei älteren Verkehrsteilnehmern.

„Es geht um das Image“, sagt hingegen Wirtschaftspsychologe Rüdiger Hossiep von der Ruhr-Universität Bochum. „Ein Auto ist der teuerste Konsumgegenstand, den Sie sich zulegen können. Man will sich nach außen präsentieren und ein Signal setzen“, erklärte der Wissenschaftler kürzlich in einem Interview mit der „Deutschen Welle“, in dem er auch meinte: „So ein Geländewagen vermittelt vor allem ein Gefühl der Überlegenheit: Es geht darum, mit mehr Masse aufzutreten. Und man behandelt Sie im Verkehr auch ganz anders.“ SUV-Fahrer werden das nicht eben wohlwollend lesen ... tim

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