Umwelt- und Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer überreichte am Montag einen Förderbescheid in Höhe von 101.893,65 Euro für ein Mini-Nahwärmenetz für die Kita Weierbach. Die Förderung entstammt dem Förderprogramm „Zukunftsfähige Energieinfrastruktur“, das eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung vorantreiben will. Über das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (Kipki) hat das Klimaschutzministerium das Nahwärmenetz der Kita Weierbach bereits mit über 350.000 Euro unterstützt. Die Investitionskosten betragen knapp 510.000 Euro. Damit bleibt ein kommunaler Eigenanteil von nur noch 56.000 Euro für das Projekt.
Das Mini-Nahwärmenetz wird das Kita- und das Krippengebäude zukünftig mit Wärme auf Basis von Holzpellets versorgen. Die Kita wird mit dem Nahwärmenetz über 35.500 Kilowattstunden Heizenergie und bis zu 107 Tonnen CO2 jährlich sparen. Die neue zentrale Wärmeerzeugungsanlage wird in einem außenstehenden, doppelstöckigen Container untergebracht, der sowohl den Heizraum als auch das Lager für die Holzpellets aufnimmt. Von dort aus wird das Nahwärmenetz errichtet. Es besteht die Möglichkeit, an das Nahwärmenetz zukünftig auch die benachbarte Hessensteinhalle anzuschließen, die derzeit saniert wird.
„Der Wärmesektor gehört zu den großen Verursachern von CO2-Emissionen in Deutschland. Im Angesicht des Klimawandels und seiner Folgen, wie Hitze und Trockenheit, Starkregen und Überschwemmungen, brauchen wir dringend klimafreundlichere Heizsysteme“, sagte der Umwelt- und Klimaschutzstaatssekretär. „Mini-Nahwärmenetze sind hier ein toller Ansatz. Sie machen es möglich, klimafreundliche Heizsysteme passgenau auf die lokalen Gegebenheiten zuzuschneiden. In ihrer Wirkung sind Mini-Nahwärmenetze daher überhaupt nicht klein, sondern ein entscheidender Beitrag zu einer gelungenen Wärmewende.“
Oberbürgermeister Frank Frühauf sagte: „Es freut mich sehr, dass wir die Zusage einer Förderung aus dem Programm ‚Zukunftsfähige Energieinfrastruktur – ZEIS‘ erhalten. Gemeinsam mit der bereits bewilligten Kipki-Förderung des Landes und dieser zusätzlichen Förderung können wir nun ein zukunftsweisendes Projekt zur nachhaltigen Energieversorgung in unserer Stadt zeitnah umsetzen. Angesichts der engen finanziellen Spielräume in den Kommunen wäre ein solches Projekt ohne die Unterstützung des Landes kaum möglich gewesen. Umso dankbarer sind wir für diese Förderung, die uns den Weg in eine nachhaltige Zukunft eröffnet.“
„Die Möglichkeit zur Erweiterung des Nahwärmenetzes der Kita Weierbach zeigt, wie uns sukzessive die Wärmewende gelingen kann. Mit ihrem Nahwärmenetz wird die Kita Weierbach die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes ab dem Jahr 2028 vorzeitig und deutlich erfüllen. Solche Projekte für eine klimafreundliche und zukunftssichere Wärmeversorgung unterstützen wir gerne“, schloss Michael Hauer. red
