Die vergessene Stadt Pompeji beeindruckt

Italien bietet für Reisende eine wirklich große Auswahl an Attraktionen. Doch was mir neben entzückenden Landschaften und kulinarischen Erlebnissen immens in Erinnerung geblieben ist, ist Pompeji. Die vergessene Stadt.

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Wie kann man eine ganze Stadt vergessen? Indem der Vulkan Vesuv sie unter einem Ascheregen und Lava begraben hat. Erst 15 Jahrhunderte später wurde sie wiederentdeckt. Ausgrabungen enthüllten die Stadt, die noch bemerkenswert gut erhalten war. Doch nicht nur die Gemäuer, auch Menschen, die in der Lava umkamen, sind wie konserviert zum Vorschein gekommen.

Als Gipsgüsse sind die Menschen von damals verewigt, einigen steht der Schmerz noch im Gesicht, viele halten sich die Hände schützend vors Gesicht. Es ist unheimlich, keine Frage, aber so wird einem das Ausmaß dieser Naturkatastrophe erst richtig bewusst. Die Stadt erstreckt sich auf 66 Hektar, wovon bisher 45 freigelegt sind. Es ist sehr spannend, durch die ehemaligen Gemächer der Römer zu gehen, zu sehen, wo sie einst ihren Wein ausgeschenkt bekommen haben oder was für moderne Spa-Einrichtungen schon damals errichtet wurden. Eine prunkvoll errichtete Sauna mit angrenzenden Thermalbädern war auch schon damals sehr beliebt. Selbst nach einer zweistündigen Führung gibt es in Pompeji noch einiges zu entdecken.

Nachmittags, erklärte unser Fremdenführer, ist weniger los als in den frühen Morgenstunden. In der Ferne sieht man ihn dann, den Vesuv, und ist sich einmal mehr der nahen Gefahr bewusst.

Von Anna Rup