Archivierter Artikel vom 09.11.2011, 16:37 Uhr

Zwei Zentimeter groß und sehr hungrig: Hausbock frisst Burg

Münstermaifeld – Zwar ist der Hausbock ausgewachsen kaum zwei Zentimeter groß, doch taucht er immer in Gruppen auf. Dann sind auch Bauwerke, die Jahrhunderte überdauerten nicht mehr vor ihm sicher.

Münstermaifeld – Zwar ist der Hausbock ausgewachsen kaum zwei Zentimeter groß, doch taucht er immer in Gruppen auf. Dann sind auch Bauwerke, die Jahrhunderte überdauerten nicht mehr vor ihm sicher.

Das bekommt jetzt die auf Münstermaifelder Gemarkung gelegene Burg Bischofstein zu spüren. In dem alten Gemäuer, das am Moselhang zwischen Hatzenport und Moselkern direkt gegenüber von Burgen steht, hat sich der gemeine Hausbock eingenistet. Die Käfer fressen sich durch das hölzerne Gebälk. Dabei liefert der Holzbock ganze Arbeit: Abgesehen vom Turm ist die gesamte Burg in Gefahr.

Sogar einer chemischen Bekämpfung hat er getrotzt. Der letzte Rettungsversuch sieht vor, dem Holzbock richtig einzuheizen: Die Burg wird komplett verpackt und auf 80 Grad aufgeheizt. Die Bauteile sollen so eine Kerntemperatur von 55 Grad erreichen – der Käfer und seine Larven sterben ab.

Von unserer Redakteurin Angela Kauer