Archivierter Artikel vom 02.06.2015, 06:15 Uhr
Mendig

Vorfreude mit einem großen Wir-Gefühl

eine Stadt ist im Festivalfieber. Wie sehr Rock am Ring die Menschen bewegt, war zum Beispiel am Sonntag zu sehen, als viele Einheimische die Gelegenheit zu einem kleinen Ausflug an den Flugplatz nutzten. Wenn vor der eigenen Haustür Deutschlands größtes Festival aufgebaut wird, dann will man doch wenigstens mal einen Blick auf das Treiben werfen.

Damit ist alles gesagt: Mendig freut sich aufs Festival. Die Facebook-Seite, zu der dieses Logo gehört, hat bereits mehr als 7000 Fans.
Damit ist alles gesagt: Mendig freut sich aufs Festival. Die Facebook-Seite, zu der dieses Logo gehört, hat bereits mehr als 7000 Fans.

Und auch in der Stadt hat Rock am Ring schon Spuren hinterlassen. „Mendig grüßt Rock am Ring“ ist zu einem geflügelten Wort geworden. Der Spruch findet sich fast überall in der Stadt, zum Beispiel auf Bannern an Laternenmasten oder in Schaufensterdekorationen. Und die gleichnamige Facebook-Seite, die all das dokumentiert, was sich rund ums Festival in der Stadt tut, hat bereits mehr als 7000 Fans.

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Vom Festivalfieber erfasst ist auch die Mendiger Geschäftswelt. Die Händler hoffen, dass zahlreiche Festivalbesucher einen Abstecher in die Stadt machen werden. Dafür wird es am Feiertag Fronleichnam sowie am Festivalsonntag zwei verkaufsoffene Tage geben. Dann können die Rockfans in Mendig auch spezielle Andenken erwerben. Optiker Uli Rawert zum Beispiel hat zum Festival besondere Sonnenbrillen im Sortiment: „Rawert rockt in Mendig“ ist auf dem Bügel zu lesen, die Buchstaben „RaR“, die für „Rock am Ring“ stehen, sind hervorgehoben.

Nebenan bei Jürgen Rieser gibt es Jutetaschen. Die sind ideal, um Verpflegung aufs Festivalgelände zu transportieren, glaubt Rieser. Die Taschen sollen aber nicht nur durch Funktionalität überzeugen, sondern auch mit den flotten Sprüchen, mit denen sie bedruckt sind. „Gönn Dir!“, ist da zu lesen, oder „Läuft bei Dir!“; auf einem anderen Modell steht schlicht „Aktentasche“, und dann gibt es auch noch den Beutel, der an den Festivalveranstalter persönlich erinnert: „Lieber Berg“ steht da neben der stilisierten Zeichnung eines Berges.

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Welche Dimensionen das Festivalfieber in Mendig mittlerweile erreicht hat, überrascht selbst den Mann, der sozusagen die erste Infektion ausgelöst hat: Jörg Lempertz. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig erzählt: „Als ich die Bewerbung abgesetzt habe, da habe ich gehofft, dass die Mendiger dahinterstehen. Aber dass sie so dahinterstehen, das begeistert mich selbst.“ Durch Rock am Ring sei in der Stadt „ein riesiges Wir-Gefühl“ entstanden. „Alle sind dabei und ziehen an diesem einen Strang“, sagt Lempertz. Die Beteiligung gehe quer durch alle Parteien, quer durch alle Bevölkerungsschichten und quer durch die Geschäftswelt. „Das macht einfach Spaß“, sagt Lempertz, den das Festivalfieber auch selbst schon erfasst hat.

hrö/jdl