Mendig

Rock-Blog: Wir berichten live vom Festival-Wochenende – Der 1. Tag

Einmalige Atmosphäre: Die Sonne verschwindet hinter Wolken, die gerade aufziehen. In der Luft schweben Heißluftballons, vor den Bühnen wird es jetzt sehr voll. Wer vor den ersten Wellenbrecher an der Volcano Stage will, muss anstehen. Foto: Jennifer de Luca
Einmalige Atmosphäre: Die Sonne verschwindet hinter Wolken, die gerade aufziehen. In der Luft schweben Heißluftballons, vor den Bühnen wird es jetzt sehr voll. Wer vor den ersten Wellenbrecher an der Volcano Stage will, muss anstehen.  Foto: Jennifer de Luca

Impressionen, Fotos, Videos und vieles mehr: Im Rock-Blog berichten unsere Reporter das gesamte Festival-Wochenende über von Rock am Ring in Mendig. Mit mehr als 90.000 Fans ist Rock am Ring am Freitag gestartet.

Lesezeit: 11 Minuten
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So schön ist tote Hose – an Tagen wie diesem gibt es zum Abschluss einen Konfettiregen.
So schön ist tote Hose – an Tagen wie diesem gibt es zum Abschluss einen Konfettiregen.
Foto: Markus Kuhlen

00.15 Uhr: Da war doch noch was – richtig, die Toten Hosen. Wer sonst hätte die Band, die wohl wie keine zweite für das Festival Rock am Ring steht, auf die Bühne holen sollen als Festivalerfinder Marek Lieberberg – mit umgeschnallter Gitarre. Noch bevor er ein Wort gesungen hat, sprintet Sänger Campino erstmal die gesamte Bühne ab. Fast so, als wolle er sein neues Wohnzimmer erstmal beschnüffeln.

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Marek Lieberberg kündigt den Topact des Freitags an: Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Die Toten Hosen, Volcano Stage, Rock am Ring 2015

Kevin Rühle

Dann wird mit „Bonnie und Clyde“ eröffnet – und sofort werden die ersten Bengalos gezündet. Das muss man nicht gut finden, bei den Hosen allerdings ist es mittlerweile fast schon Folklore. Es folgt ein „Liebeslied“, und die Ekstase ist bereits bis in die letzte Reihe vorgedrungen. An den Wellenbrechern tanzen Mädchen, ganz hinten singen (vermutlich) Vater und Tochter gemeinsam mit. Die deutsche Punkrock-Institution schlechthin hat mittlerweile wirklich etwas Generationenverbindendes. Dann kommt Campinos erste Ansage: „Wo ihr seid, ist Rock am Ring – egal auf welchem Gelände.“ Als nächstes spielt die Band wohl mit mehr als nur einem Augenzwinkern „Auswärtsspiel“. Bei „Altes Fieber“ beweist Mendig, dass es laut sein kann, sehr laut – und bei „Nur zu Besuch“ genauso wie beim später folgenden „Steh auf, wenn Du am Boden bist“, dass es sich auf Kommando auch hinsetzen kann. Und zwar zumindest im vordersten Bereich komplett. Bis zum Wellenbrecher. Alle. Sehr diszipliniert, diese Ring-Rocker. Bei „Pushed again“ zündeln wieder all überall die Bengalos, kurz danach ziehen dichte Rauschwaden übers Gelände. Und kurz vor Schluss versinkt Mendig bei „Tage wie diese“ in einem Meer aus rot-weißen Konfettischnipseln und Luftschlangen. Viel schöner hätte es nicht sein können. Dass danach ein ziemlich heftiges Gewitter auf Rock am Ring zuzieht, hätte hingegen nicht unbedingt sein müssen. So entlassen die Hosen ihre Fans in eine stürmische Nacht.

Vom Riesenrad aus hat man nicht nur einen tollen Blick auf das Festivalgelände – am späten Abend ist hier oben auch der Auftritt der Toten Hosen zu hören. Foto: Jennifer de Luca
Vom Riesenrad aus hat man nicht nur einen tollen Blick auf das Festivalgelände – am späten Abend ist hier oben auch der Auftritt der Toten Hosen zu hören.
Foto: Jennifer de Luca

22.30 Uhr: Bei den Toten Hosen wird kräftig mitgesungen. Dank kühlerer Abendluft sind viele Festivalbesucher dabei und wieder bei Kräften. Eine Staubwolke höngt vor der Volcano Stage, aber auf den großen Bildschirmen sieht man gut. Der Sound ist wie gewohnt perfekt!

Die Band Tocotronic mit Sänger Dirk von Lowtzow. Foto: Markus Kuhlen
Die Band Tocotronic mit Sänger Dirk von Lowtzow.
Foto: Markus Kuhlen

21.40 Uhr: Gegen Rise Against, die die Volcano Stage zerrocken, treten Tocotronic an. Wobei die Band in jeder Hinsicht das absolute Gegenteil der US-Punks ist, dass es keinen echten Wettbewerb geben kann. Sänger Dirk von Lowtzow tritt im rosafarbenen Eisköniginnen-T-Shirt auf, kniet auf der Bühne, reckt die Arme flehend zum Himmel und – nun ja – jammert? Leidet? Windet sich? Im Hintergrund hängt ein riesiger Vorhang aus einer Art Lametta. Am Ende erinnern Tocotronic noch einmal brachial daran, dass sie immer noch Freiburg hassen – und verabschieden sich mit einem gewaltigen Feedback-Gewitter. Es ist – wie immer bei der Band – ein Auftritt, den alle feiern, die die Band lieben. Alle anderen verbringen ihre Zeit besser am Bierstand oder auf dem Campingplatz oder – irgendwo anders halt.

Rise Against live auf der Volcano Stage. Foto: Markus Kuhlen
Rise Against live auf der Volcano Stage.
Foto: Markus Kuhlen

21.30 Uhr: Bei Rise Against wird es dunkler – in jeder Hinsicht. Zum einen versteckt sich die Sonne (endlich) hinter der großen Volcano-Bühne, zum anderen dominiert auf der Bühne nur eine Farbe: Schwarz. Die nachlassende Hitze nutzen Band und Publikum aber optimal aus, der Bewegungsdrang und –Radius der Ring-Rocker wird zu den Punkrock-Hymnen der US-Band wieder deutlich größer. Über der Menge staubt es bei Hits wie „Prayer of the Refugee“ gewaltig – fast wie bei einer Büffelherde in der Prärie. Eine ähnliche Urgewalt entfesseln Rise against auch auf der Bühne. Die Frage „Would you like to dance, Rock am Ring?“ wird mit einem brachialen „Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!“ beantwortet. Rise against, das ist Sport. Großer!

Rise Against, eine US-amerikanische Punk/Hardcore-Band aus Chicago, Illinois, heizen dem Publikum an der Volcano Stage ordentlich ein. Mit dabei: Joe Principe.

Kevin Rühle

Begeisterte Zuschauer verfolgen den Auftritt.

Kevin Rühle

Rise Against live bei Rock am Ring.

Kevin Rühle

Da ist Mitklatschen angesagt!

Kevin Rühle

Die Jungs von Rise Against in AKtion – hier: Joe Principe.

Kevin Rühle

Blick ins Publikum.

Kevin Rühle

Sänger Tim McIlrath.

Kevin Rühle

Gitarrist Zach Blair hebt ab.

Kevin Rühle

Sänger Tim McIlrath.

Kevin Rühle

Gitarrist Zach Blair.

Kevin Rühle

19.42 Uhr: So langsam wird's Abend in Mendig. An der Crater Stage sorgen die Mighty Oaks mit Singer-Song-Writer-Sound für die passende Stimmung.

19.23 Uhr: Die Hitze mit Temperaturen von mehr als 30 Grad hielt die Rettungskräfte auf Trab. „Witterungsbedingt haben wir viele Einsätze“, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes. Die mehr als 200 Helfer hätten viele Sonnenbrände, Sonnenstiche und Kreislaufprobleme behandelt. „Das ist schon eine Herausforderung.“ Bis zum Freitagabend seien es etwa 2700 Behandlungen gewesen, rund 50 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden.Um das Pensum zu bewältigen, wurden extra noch DRK-Leute nachgeordert.

Irgendwann steht auch mal die heißeste Sonne tief. In Mendig wird
Irgendwann steht auch mal die heißeste Sonne tief. In Mendig wird's so langsam Abend, die Party ist aber natürlich noch lange nicht vorbei.
Foto: Anke Mersmann

19.21 Uhr: Stimmen der Fans zum „neuen“ Rock am Ring: Hier gibt es zu wenig Schatten und Wasserstellen. Aber das Festivalfeeling ist da! Die Wege sind zwar weit, aber das Campen ist für viele trotzdem das Größte.

Neben genügend Flüssigkeit ein wichtiges Utensil bei mehr als 30 Grad ohne Schatten: die richtige Kopfbedeckung. Foto: Andreas Jöckel
Neben genügend Flüssigkeit ein wichtiges Utensil bei mehr als 30 Grad ohne Schatten: die richtige Kopfbedeckung.
Foto: Andreas Jöckel

19.19 Uhr: Die Fläche vor der Vulcano Stage füllt sich jetzt deutlich. Es ist auf den trockenen Wiesen allerdings extrem staubig. Und: Wer zwischen den beiden großen Bühnen steht, kann zwei Bands hören.

Mit etwas Sicherheitsabstand zur Bühne lassen sich die Konzerte bei hohen Temperaturen auch sitzend verfolgen. Foto: Jennifer de Luca
Mit etwas Sicherheitsabstand zur Bühne lassen sich die Konzerte bei hohen Temperaturen auch sitzend verfolgen.
Foto: Jennifer de Luca

19.12 Uhr: Es kühlt kaum ab auf dem Gelände, viele suchen Schatten hinter Toilettenboxen, dem BreakDancer oder Pommesbuden. Die Sonnenbrände reichen von Rosa bis Dunkelrot, etliche Rock-Fans musste das DRK wegen Dehydrierung behandeln.

19.05 Uhr: Der Zustand von Festivalveranstalter Marek Lieberberg lässt sich nach einigen Stunden kurz und bündig beschreiben: erschöpft, aber glücklich. Zwei Tage ohne Schlaf liegen hinter dem 69-Jährigen – inklusive einer aufreibenden Nacht, als noch Felder rings um das Gelände gemäht und eingerichtet und den 25 000 Campern somit zusätzlicher Platz (30 Hektar) angeboten wurden.

Auf der Suche nach Schatten ist guter Rat mitunter teuer. Hier gönnen sich einige Zuschauer hinter dem BreakDancer ein Päuschen. Foto: Jennifer de Luca
Auf der Suche nach Schatten ist guter Rat mitunter teuer. Hier gönnen sich einige Zuschauer hinter dem BreakDancer ein Päuschen.
Foto: Jennifer de Luca

Dass es hier und da noch an manchen Stellen hakt, daraus macht Lieberberg kein Geheimnis, etwa dass eine Wasserstelle nicht funktionierte oder Stromanschlüsse ausgefallen waren. Um herauszufinden, wo es noch nicht rund läuft, sind die sozialen Netzwerke laut Lieberberg wichtige Infokanäle. Um herauszufinden, was die Besucher wünschen, geht der Festivalmacher aber auch auf Stimmenfang. „Ein Fan sagte mir: Marek, hier muss ein Scheißhaus hin. Dafür habe ich gesorgt“, berichtet Lieberberg. Er genießt die Offenheit der Fans. „Die Reaktionen sind einfach überwältigend“, meint der Veranstalter. Es sei zwar viel zu früh, um eine Bilanz zu ziehen. Aber mit der Rock-am-Ring-Premiere in Mending scheint das von Lieberberg im Vorfeld so viel beschworene „Feld der Träume“ Realität geworden zu sein.

Weiß, was seine Gäste wollen – und hört sich ihre Belange genau an: Festivalveranstalter Marek Lieberberg. Foto: Kevin Rühle
Weiß, was seine Gäste wollen – und hört sich ihre Belange genau an: Festivalveranstalter Marek Lieberberg.
Foto: Kevin Rühle

18.34 Uhr: Sie schreiben, fotografieren, twittern und drehen Videos: Unsere Kollegen berichten das komplette Festivalwochenende im “Rock-Blog„ live aus Mendig.

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

Die fünfköpfige Post-Hardcore/Metalcore-Band aus Ocala, Florida, A Day to Remember (ADtR), spielen am Freitag auf der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring in Mendig.

Kevin Rühle

18.08 Uhr: Da stehen sie dann also auf der Bühne, die großen, alten Männer des Punkrocks: Bad Religion. Trotz grauer Haare kennen die „Jungs“ immer noch nur eine Geschwindigkeit, und die ist Vollgas. Das Publikum gibt sich redlich Mühe, mitzuhalten – muss aber in großen Teilen ob der tropischen Temperaturen kapitulieren. Daher gibt es gezeichnete Gesichter: auf der Bühne von mehr als 30 Jahren Punkrock, vor der Bühne von mehr als 30 Grad.

Dennoch liefern die Kalifornier, die sich nach eigenen Worten von der Hitze an ihre Heimat erinnert fühlen, ein mehr als solides Set aus neuen Stücken, Raritäten und Klassikern wie dem „Punk Rock Song“. Fazit: Alter schützt vor Punkrock nicht.

17.26 Uhr: Aufgrund der großen Hitze kamen für die Rettungskräfte zu den normalen Verletzungen bei einer Massenveranstaltung wie Prellungen, Verstauchungen oder kleineren Schnittwunden auch noch die witterungsbedingten Einsätze hinzu. Fans litten an Hitzeerschöpfungen, Kreislaufkollapsen, Sonnenbränden und Sonnenstichen.

Bis gegen 15 Uhr am Freitagnachmittag meldet DRK-Pressesprecher Frank Minwegen insgesamt 2560 Einsätze. Rund 200 Einsatzkräfte und zehn Ärzte sind auf dem Gelände unterwegs. Ihnen stehen 30 Rettungsfahrzeuge sowie fünf geländegängige Fahrzeuge zur Verfügung. Etwa 100 Patienten mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Allerdings waren darunter keine ernsten oder lebensbedrohlichen Verletzungen.

Das DRK rät auf seiner Homepage www.mayen-koblenz.drk.de dringend, genügend zu trinken, Sonnencreme zu verwenden und eine Kopfbedeckung zu tragen. Denn auch am Samstag und Sonntag soll es sommerlich warm und sonnig bleiben.

16.40 Uhr: Sommer, Sonne, 32 Grad – auf der Suche nach Wasser: Unsere Reporterin Jennifer de Luca hat die Besucher von Rock am Ring gefragt, wie sie einen kühlen Kopf bewahren. Unsere Videos von Rock am Ring gibt es hier

Die Sanitäter haben auch aufgrund der Hitze auf dem Festivalgelände viel zu tun. Foto: Andreas Jöckel
Die Sanitäter haben auch aufgrund der Hitze auf dem Festivalgelände viel zu tun.
Foto: Andreas Jöckel

16.11 Uhr: Neben der Musik sind wieder die Fans selbst die Attraktion bei Rock am Ring. Ob als Prinzessin, Affe oder mit Pferdekopf – trotz der Hitze bleiben Kostüme im Trend. Und natürlich auch die Schilder. Neben den Klassikern (“Mama, ich bin im Fernsehen„ und “Nicht schubsen, ich hab Joghurt im Rucksack„) sorgen vor allem “Mein Portemonnaie wurde geklaut – Bitte spenden„ und “Mir ist kalt„ bei Temperaturen von mehr als 30 Grad für Erheiterung. Doch jetzt genug gelesen und gesessen: Weiter geht es mit Bad Religion.

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16.10 Uhr: Julia Klöckner ist zu Besuch. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin hat sich die Eröffnung der Donots angeschaut. Im Pressezentrum gönnt sie sich danach ein kühles Getränk.

16 Uhr: Offenbar gibt es zu wenige Wasserstellen. Viele Planschbecken bleiben ungefüllt und das Bier damit schön warm... An einer Wasserstelle muss man rund 15 Minuten anstehen, wer welches abbekomen hat, muss es dann oft nur viele Meter über den heißen Asphalt der Landebahn zum Zelt schleppen.

15.49 Uhr: Die Spiele sind eröffnet. Um exakt 14.03 Uhr haben die Donots Rock am Ring als allererste Band gerockt – und wie!!! Was für eine Show vor dem wohl größten Publikum, das je eine Eröffnungsband bei Rock am Ring hatte.

Beim ersten Song gab es drei Drummer, neben Standardmann Eike Herwig waren auch noch Flo Weber (Sportfreunde Stiller) und Vom Ritchie (Die toten Hosen) aktiv. Später durfte auch noch Sammy Amara (Broilers) mit auf die Bühne. Die Fans waren nicht nur ob der gut 30 Grad vor der Bühne von Anfang an heiß auf die Band. Pogokreis, Rudergruppen, Pool-Nudeln und Konfetti wohin das Auge blickt. Und am Ende wurde Sänger Ingo Knollmann auf Händen bis zum Wellenbrecher getragen.

Liebe Donots: Besser kann man Rock am Ring nicht eröffnen. Hut ab!

15.30 Uhr: Mancher Besucher braucht bei den Temperaturen eine Abkühlung.

Die Spiele sind eröffnet. Um exakt 14.03 Uhr haben die Donots Rock am Ring als allererste Band gerockt – und wie!!!

Jens Weber

Was für eine Show vor dem wohl größten Publikum, das je eine Eröffnungsband bei Rock am Ring hatte.

Jens Weber

Donots-Frontmann Ingo Knollmann in Aktion.

Jens Weber

“Mir ist kalt" – bei 32 Grad und Sonnenschein.

Jens Weber

Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, konnte den Beginn des Festivals kaum erwarten.

Jens Weber

Was für eine Show!

Jens Weber

Jens Weber

Jens Weber

Die Fans waren nicht nur ob der gut 30 Grad vor der Bühne von Anfang an heiß auf die Band.

Jens Weber

Jens Weber

15 Uhr: Auf dem Festivalgelände herrscht ausgelassene Stimmung.

14.30 Uhr: Bis Sonntag werden knapp 90.000 Rockfans Mendig bevölkern, das nur 30 Kilometer vom langjährigen Austragungsort des Traditionsfestivals, dem Nürburgring, entfernt liegt.

14 Uhr: Bei strahlendem Sonnenschein und Hitze sind am Freitag die dreitägigen Zwillingsfestivals „Rock am Ring“ in Mendig und „Rockim Park“ in Nürnberg gestartet. Die ersten Klänge auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes in dem Eifel-Ort Mendig kommen von der deutschen Band Donots.

14 Uhr: Noch ist kein Ton Musik erklungen – und trotzdem tanzen und feiern schon Zehntausende vor der Volcano Stage bei mehr als 30 Grad – ohne Schatten. Und dann kommt er, der Mann, der sie alle hierhin gebracht hat – Marek Lieberberg.

Statt einer langen emotionalen Ansprache findet er kurze, aber treffende Worte: „Wir sind dankbar, dass wir in Mendig eine neue Heimat gefunden haben!“ Auch für die Kritik der ersten Tage hat er einen Seitenhieb: „Wir lassen noch mehr Toiletten aufstellen. Ihr seht also, mit Sanitäranlagen kenne ich mich aus. Deswegen mache ich hier den Job auch. Aber bitte: Scheißt mich nicht zu!“

Danach durfte auch noch Mendigs Bürgermeister Jörg Lempertz auf die Bühne. „Wisst ihr, wie wir uns in Mendig jeden Tag begrüßen? Rock on!“ Die Masse jubelt. Und dann geht es endlich richtig los: Zu „Fight for your right“ von den Beasty Boys stürmen die Donots auf die Bühne.

13.43 Uhr: Zum Start von Rock am Ring ist so viel los wie nie zuvor, trotz Hitze, dank den Donots als Opener an der Volcanostage.