Archivierter Artikel vom 28.03.2012, 13:59 Uhr
Marseille

Riberys Rückkehr ein Triumphzug?

Franck Ribery wurde in Marseille von seinen Landsleuten gleich in Manndeckung genommen. Am Flughafen, im Hotel – überall stürzten sich die Franzosen auf den prominenten Heimkehrer. „Ich war nicht überrascht über den Empfang, aber ich weiß nicht, was mich im Stadion erwartet, was da passiert“, sagte Ribery.

Marseille – Franck Ribery wurde in Marseille von seinen Landsleuten gleich in Manndeckung genommen. Am Flughafen, im Hotel – überall stürzten sich die Franzosen auf den prominenten Heimkehrer. „Ich war nicht überrascht über den Empfang, aber ich weiß nicht, was mich im Stadion erwartet, was da passiert“, sagte Ribery.

Es könne aber kein Pardon mit seinem Ex-Klub geben. Im Gegenteil: Der kleine Franzose hat sich gegen Olympique Marseille mit den Bayern im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League eine triumphale Rückkehr ins Stade Vélodrome vorgenommen. „Ich spiele nicht mehr für Marseille, ich spiele für Bayern. Ich hoffe, wir gewinnen“, meinte der Angreifer.

Der Dortmund-Bezwinger soll auf keinen Fall zum Stolperstein werden auf dem Weg ins Halbfinale gegen Real Madrid. „So weit denken wir nicht. Wir würden einen großen Fehler machen, wenn wir Marseille unterschätzen würden“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

„Das kann ein großer Fight werden“, warnte auch Jupp Heynckes. Der Trainer sorgte sich nicht, dass gerade Ribery übermotiviert zu Werke gehen könnte: „Ich habe ein gutes Gefühl. Franck hat sich Marseille gewünscht. Er spielt in dieser Saison auf Top-Niveau.“

Der Franzose weiß am besten, was seine Kollegen und ihn am Mittwoch (20.45 Uhr, Sat.1) erwartet: „Die Spieler werden sehr motiviert, sehr aggressiv sein. Und die Atmosphäre wird hitzig sein.“

Richten soll es erst einmal die Erfolgself der vergangenen Spiele. „Rausgehen, Gas geben und aggressiv spielen“, lautet der Matchplan von Philipp Lahm. Olympique steckt im Formtief, zudem fehlen der gesperrte Nationaltorhüter Steve Mandanda und der verletzte Innenverteidiger Souleymane Diawara. Trotzdem mahnte Rummenigge: „Die Spieler haben die Siege von Marseille gegen Dortmund gesehen. Das sollte uns Warnung genug sein.“