Archivierter Artikel vom 22.05.2013, 11:00 Uhr

Reise-Albtraum: Ehepaar landet 11.000 Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt

Das amerikanische Ehepaar Sandy Valdiviseo und ihr Mann Triet Vo wollten einen Freund in West-Afrika besuchen. Genauer gesagt sollte es in die senegalesische Hauptstadt namens Dakar gehen – gelandet sind sie dagegen im bangladesischen Dhaka.

Das amerikanische Ehepaar Sandy Valdiviseo und ihr Mann Triet Vo wollten einen Freund in West-Afrika besuchen. Genauer gesagt sollte es in die senegalesische Hauptstadt namens Dakar gehen – gelandet sind sie dagegen im bangladesischen Dhaka.

Die Flüge buchte Sandy dazu telefonisch bei der Fluggesellschaft Turkish Airlines für umgerechnet rund 2100 Euro – mit Zwischenstopp in Istanbul. Dies berichtet die Onlineausgabe der „Los Angeles Times“.

Auf den Tickets waren die Flughafenkürzel LAX (Los Angeles)-IST (Istanbul) und IST-DAC (Dhaka) zu lesen. „DAC steht für Dakar“ – da war sich das Ehepaar sicher. Zu sicher: DAC steht für Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch. Das afrikanische Dakar hat das Kürzel DKR – da war die Verwechslung perfekt.

Ahnungslos stiegen sie in ihren Flieger und landeten wie geplant in Istanbul. Nach einem mehrstündigem Aufenthalt ging es dann Richtung Dakar – zumindest glaubten das Sandy Valdiviseo und ihr Mann Triet Vo.

Selbst als der Flugbegleiter den Zielort nannte, wurden sie nicht stutzig: „Wir dachten, so wird Dakar eben mit türkischem Akzent ausgesprochen“, sagte Sandy Valdivieso der „Los Angeles Times“.

Gedanklich schon bei ihrem Freund angekommen, schlief das Ehepaar voller Vorfreude im Flugzeug ein. Genauso schnell wie sie eingeschlafen waren, riss es sie bei einem flüchtigen Blick auf einen der Monitore im Flieger aus dem Schlaf: Die Landkarte zeigte statt der Westküste Afrikas die Landumrisse von Asien. Nun bemerkten sie auch, dass die anderen Passagiere alle asiatisch statt afrikanisch aussahen.

Da realisierte Sandy Valdivieso, "dass hier was gravierend falsch lief.“

Im bangladesischen Dhaka angekommen, überprüfte die türkische Fluggesellschaft die telefonische Buchung und räumte den Fehler ein.

Nach 12 Stunden ging es mit einer anderen Maschine für die Eheleute schließlich nach Istanbul, von dort weiter nach Dakar. Dass ihr Gepäck erst zwei Tage später eintrudelte, war ihnen da schon fast egal.

Nach Angaben der „Los Angeles Times“ hat Sandy Valdivieso vier Monate lang der Fluggesellschaft hinterhertelefoniert, um die Verwechslung zu klären und eine Entschädigung für den Flug um den halben Globus zu bekommen. Doch Valdivieso soll ignoriert und wiederholt vertröstet worden sein.

Mittlerweile hat sich eine Managerin der Fluglinie für den Irrflug entschuldigt. Als Entschädigung stehen dem Ehepaar nun zwei Freiflüge an ein Ziel ihrer Wahl zu.

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