Archivierter Artikel vom 03.09.2012, 13:25 Uhr
Rheinbrohl

Ohne Geld gestrandet: Schwäbin (15) wartet in Rheinbrohl vergebens auf E-Mail-Casanova

Böser Reinfall in Rheinbrohl für eine verliebte 15-Jährige aus Stuttgart. Sie war per Bahn zu einer Internetbekanntschaft gereist – doch der wollte offenbar nichts von ihr wissen. Ohne Geld saß sie am Bahnhof und wusste nicht weiter.

Verloren in Rheinbrohl: Am Bahnhof harrte eine verliebte 15-Jährige aus Stuttgart acht Stunden aus, ehe sie schließlich die Polizei um Hilfe rief. Foto: <a title="User:Tohma" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tohma">tohma</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>
Verloren in Rheinbrohl: Am Bahnhof harrte eine verliebte 15-Jährige aus Stuttgart acht Stunden aus, ehe sie schließlich die Polizei um Hilfe rief.
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tohma CC BY-SA 3.0

Die Polizei war nicht sonderlich amüsiert – weder über den – so wörtlich „E-Mail-Casanova“, noch über die 15-Jährige und erst recht nicht über deren Mutter. „Unverständlicherweise“ hatte die Frau ihrer Tochter erlaubt, mal eben aus Stuttgart mit dem Zug nach Rheinbrohl zu fahren, um dort die flüchtige Internetbekanntschaft zu treffen. Die Frau hatte sich später gegenüber der Polizei verwundert gezeigt, dass man nicht mit einem Regionalticket der Bahn von Stuttgart nach Rheinbrohl und zurück kommt...

Das Mädchen war am frühen Nachmittag in Rheinbrohl angekommen, Nach fünf Stunden vergeblichen Wartens sagte ihr die Mutter gegen 20 Uhr, sie solle jetzt wieder heimfahren. Nur: Mit dem Baden-Württemberg-Ticket und einer Barschaft von genau 1 Euro sah die 15-Jährige dazu mit einiger Berechtigung wenig Chancen. Es war schließlich 23 Uhr, als das Mädchen bei der Polizei in Linz anrief und um Hilfe bat.

Die Beamten schlossen sich nach ihren Angaben schließlich mit der Bahnpolizei kurz, die dann organisierte, dass das Mädchen nach Koblenz fahren konnte, um dort von der Mutter abgeholt zu werden.