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Mythos aus dem Märchen

Den „bösen Wolf“ als Gefahr für Mensch und Tier gibt es für Agnes Hennen, Kreisvorsitzende des Bunds für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), nur im Märchen.

Sie hat kein Verständnis für die Forderung der Schäfer, den Wolf zu bejagen: „Das ist Angstmacherei, denn die Behauptung, dass sich in unseren Wäldern Wolfsrudel ansiedeln, ist schlichtweg falsch.“ Um sich auf Dauer ansiedeln zu können, finde der Wolf im Kreis Cochem-Zell keinen geeigneten Lebensraum vor: „Der Wolf braucht große zusammenhängende Waldflächen, und die sind in unserer Region durch ein dichtes Straßen- und Autobahnnetz unterbrochen.“ Das Risiko, dass durchwandernde Tiere im Straßenverkehr getötet werden, ist daher sehr hoch.

Darauf verweist auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seiner Webseite. Danach ist die häufigste Todesursache für Wölfe mit 146 registrierten Fällen seit 2000 das Verenden im Straßenverkehr. Der Nabu gibt auch die neuesten Zahlen (April 2017) zum dauerhaften Vorkommen der Wölfe in Deutschland bekannt: 24 Paare beziehungsweise Rudel leben in Brandenburg, vier in Mecklenburg-Vorpommern, 11 in Niedersachsen, 18 in Sachsen und 11 in Sachsen-Anhalt. In Bayern sind zwei Paare und in Thüringen ist ein Einzeltier bekannt. Eine Nachricht zur Nahrung der Wölfe sollte nach Meinung des Nabu Schafhalter beruhigen: Vor allem erbeutet der Wolf Rehe (54 Prozent) und Rotwild, Wildschweine und kleine Wildtiere. Die Ausnahme auf dem Speiseplan hungriger Wölfe sind mit nur 1 Prozent Nutztiere wie Schafe.

Die Bejagung des Wolfs als Mittel zum Schutz von Herden im Freien hält der Nabu für ungeeignet. Nur ausreichende Herdenschutzmaßnahmen wie bis zu 120 Zentimeter hohe Elektrozäune und trainierte Herdenschutzhunde könnten Wölfe hindern, Beute in einer Nutztierherde zu machen.

Nähere Infos im Internet unter www.nabu-rlp.de und www.bund-rlp.de

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