Archivierter Artikel vom 11.11.2013, 15:40 Uhr

Madeira: Samba lockt zum Karneval in den Garten Eden

Wenn in diesen trüben Novembertagen im Rheinland der Startschuss zur närrischen Session fällt, lässt so mancher seine Gedanken weit in die Ferne schweifen: Karneval mal an einem anderen Ort feiern? Wie wär’s denn mit Venedig, Rio oder vielleicht – Madeira!?

Anprobe kurz vor dem Start des Karnevalsumzugs von Funchal auf Madeira: Anastasia hat ein wenig Lampenfieber.

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Schönen der Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

In farbenprächtigen Kostümen tanzen die Sambaschulen Funchals beim großen Karnevalsumzug durch die nächtlichen Straßen der Inselhauptstadt

Peter Burger

Blick auf die Inselhauptstadt Funchal vom Hotel The Cliff Bay aus.

Entspannung pur beim Blick von den Klippen des Hotels The Cliff Bay auf den Atlantik.

Peter Burger

Nein, nicht auf den Ehrenbreitstein, sondern auf den Monte fahren diese Gondeln. Ebenso wie die in Koblenz von der österreichischen Firma Doppelmayer gebaut.

Peter Burger

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung.

Peter Burger

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung

Peter Burger

Im Hafen Funchals machen viele Kreuzfahrtschiffe auf ihrer Kanaren-Route Halt.

Peter Burger

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung und Architektur

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung und Architektur

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung und Architektur

Die tropischen Gärten des Monte Palace begeistern die Besucher nicht nur mit ihrer Pflanzenwelt, sondern auch mit ihrer Kunstsammlung und Architektur

Mit den Korbschlitten geht es von Monte hinab ins Tal.

Die Blumenfrauen am Eingang des Bauernmarktes finden immer Käufer.

Peter Burger

Strelitzien und andere exotische Blumen gibt es auf dem Markt zu kaufen.

Peter Burger

Mehr als 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die meisten von der Insel, werden auf dem Bauernmarkt im Herzen Funchals angeboten.

Peter Burger

Mehr als 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die meisten von der Insel, werden auf dem Bauernmarkt im Herzen Funchals angeboten.

Peter Burger

Mehr als 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die meisten von der Insel, werden auf dem Bauernmarkt im Herzen Funchals angeboten.

Peter Burger

Täglich frischer Fisch. Auf dem Markt von Funchal ist das kein Problem.

Für Wein ist Madeira in der ganzen Welt bekannt. Auf dem Markt hängen die Flaschen an der Decke.

Peter Burger

Entlang der Levadas, des ausgeklügelten Bewässerungssystems der Insel, führen viele Wanderwege.

Peter Burger

Das Landesinnere Madeiras hält viele reizvolle Ein- und Aussichten bereit.

Peter Burger

Das Landesinnere Madeiras hält viele reizvolle Ein- und Aussichten bereit.

Peter Burger

Das Landesinnere Madeiras hält viele reizvolle Ein- und Aussichten bereit.

Peter Burger

Hier reift er heran: der Madeira. Bei Blandy's kann man ihn verkosten und allerhand über seine Entstehung erfahren.

Hier reift er heran: der Madeira. Bei Blandy's kann man ihn verkosten und allerhand über seine Entstehung erfahren.

Am Abend in Funchal: Live-Musik vor dem Café The Ritz.

Im Frühsommer begeistert ein internationaler Feuerwerks-Wettbewerb in der Bucht von Funchal die Besucher..

Von unserem stellvertretenden Chefredakteur Peter Burger

Die portugiesische Blumeninsel im Atlantik, 500 Kilometer nördlich der Kanaren, entwickelt sich immer mehr zum Geheimtipp für all jene, die zwar dem heimischen Trink-Trubel entfliehen, nicht aber auf farbenprächtige Kostüme, Umzüge und temperamentvolle Musik verzichten möchten. Und das bei äußerst angenehmen frühlingshaften Temperaturen, die selbst bei der großen Parade in den Nachtstunden Samba-Kostüme auf ein Mindestmaß schrumpfen lassen.

Seit Wochen herrscht Hektik bei José Orlando Fernandes Vieira, eine von rund zehn Sambaschulen der Inselhauptstadt Funchal. Immer und immer wieder werden zu den heißen Sambarhythmen die einzelnen Tanzschritte choreografiert und einstudiert. Denn zum Höhepunkt des madeirischen Karnevals, dem großen Umzug am Abend des Fastnachtssamstags, wird sich die ganze Avenida do Mar im Rhythmus der Samba bewegen.

Der Zug tanzt! Flinke Finger nähen bis zur letzten Minute geschickt Tausende Pailletten an die farbenprächtigen Kostüme mit ihren sensationellen Aufbauten aus Tüll, Fasanenfedern und strassbesetzten Stringtangas. Viele der Gruppen stehen denen im Sambódromo von Rio tatsächlich in nichts nach.

Wie auch – der Karneval von Madeira ist ein Re-Import. Das jedenfalls behaupten stolz die Insulaner: Denn der Karneval an der Copacabana stamme eigentlich aus Madeira. Seine Wurzeln reichen zurück bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als sich die Bürger Funchals alte Kleider anzogen und die Gesichter weiß tünchten. Da muss sich in Rio wohl im Laufe der Jahrzehnte eine Korrektur vollzogen haben: Die Kostüme wurden farbenprächtiger, dafür erheblich kürzer. Dass dies Touristen eher anspricht, erkannten die Madeirer schließlich Ende der 70er-Jahre – und holten den Karneval in der heutigen Form aus Rio zurück.

Blick auf die Inselhauptstadt Funchal vom Hotel The Cliff Bay aus.
Blick auf die Inselhauptstadt Funchal vom Hotel The Cliff Bay aus.

Gleich mehrere Tage feiern sie mit ihren Gästen. Zunächst in den großen Hotels, wo sich die Sambaschulen mit Showauftritten das nötige Geld für ihr wegen der aufwendigen Kostüme durchaus kostspieliges Hobby verdienen. In der Karnevalswoche geht’s dann auf den Straßen und Plätzen Funchals rund: Die Schulen zelebrieren am Vormittag ihren Karneval in den Straßen der Vororte, im Jardim Municipal feiern Behinderte, Senioren und Jugendliche am Nachmittag gemeinsam ihren „Karneval der Solidarität“. Den eigentlichen Höhepunkt aber bildet der große „allegorische Umzug“ aus der Themenwelt der Magie und Fantasie, der Tausende Aktive in Tanzformationen auf die Beine bringt.

Entspannung pur beim Blick von den Klippen des Hotels The Cliff Bay auf den Atlantik.
Entspannung pur beim Blick von den Klippen des Hotels The Cliff Bay auf den Atlantik.
Foto: Peter Burger

Und überall ist Samba! Anders aber als in Rio oder im Rheinland verzichten Aktive wie Zuschauer auf Alkohol! Kaum zu glauben: Aus Einkaufswagen werden die Zaungäste entlang der Zugstrecke mit Getränken versorgt – mit Wasser! Der guten Stimmung jedoch tut das keinen Abbruch. Und nach dem ganzen Spektakel geht’s daher in geordneten Bahnen zurück nach Hause, ins Hotel – oder ins Nachtleben der Altstadt von Funchal.

Und die hat durchaus auch tagsüber ihre Reize: Etwa bei einem Spaziergang von den Markthallen durch die schmale Rua de Santa Maria, vorbei an höchst eigenwilligen, aber pittoresken Eingangstüren der Häuser und zahlreichen, durchaus empfehlenswerten Restaurants wie dem O’Jango bis zur Seilbahn hoch nach Monte. Wer sich in der Talstation ein wenig an die Koblenzer Seilbahn auf den Ehrenbreitstein erinnert fühlt, muss sich nicht wundern: „Doppelmayer“ verrät ein Firmenschild denselben Seilbahn-Erbauer. Oben auf dem Monte, wo sich die britischen Adeligen einst Herrenhäuser, die Quintas, schufen, der Welt und dem Volk da unten entrückt, ergießt sich auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern ein tropischer Garten über die Hänge: der Monte Palace, der zu den schönsten Parkanlagen Madeiras, vielleicht weltweit zählt.

Im Hafen Funchals machen viele Kreuzfahrtschiffe auf ihrer Kanaren-Route Halt.
Im Hafen Funchals machen viele Kreuzfahrtschiffe auf ihrer Kanaren-Route Halt.
Foto: Peter Burger

Bereits im 18. Jahrhundert schuf der ehemalige Besitzer ein schlossähnliches Gebäude, die Quinta do Prazer, später zum Monte Palace Hotel umgebaut. 1987 erwarb der aus Funchal stammende Unternehmer José Manuel Berardo den Besitz und übertrug ihn seiner Stiftung. Der (nicht immer feinsinnige) Kunstsammler schuf ein einzigartiges Ensemble aus exotischen Pflanzen aus allen Kontinenten sowie Kachelbilder, Terrakottaarbeiten, Skulpturen, Pagoden und Buddhas.

Für die Fahrt zurück in die Stadt sollte man ein nicht-alltägliches Beförderungsmittel nutzen: den Korbschlitten, mit dem einst die wohlbeleibten Damen der Herrenhäuser zu Tal befördert wurden: Traditionell in weißer Kleidung mit Strohhut, sorgen zwei Fahrer, die Carreiros für die nötige Zugkraft – und vor allem fürs Bremsen per pedes. Eine (nicht ganz preiswerte) Touristenattraktion, die man sich dennoch gönnen sollte. Unten in Funchal wartet eine quirlige Innenstadt mit einem prallen (kulturellen) Angebot. In zahlreichen Museen wird die Geschichte der Insel lebendig, die über Jahrhunderte die Größen Europas, von Columbus über Sissi bis zu Churchill anzog. Die strategische Lage als Sprungbrett nach Amerika, vor allem aber das ganzjährig milde Klima verhalfen Madeira zu einem besonderen Status mitten im Atlantik.

Die Blumenfrauen am Eingang des Bauernmarktes finden immer Käufer.
Die Blumenfrauen am Eingang des Bauernmarktes finden immer Käufer.
Foto: Peter Burger

Es waren vor allem die Briten, die Mitte des 19. Jahrhunderts die besonderen Reize der Insel zunächst für sich entdeckten. Noch heute ist diese britische Vergangenheit Madeiras, das von 1801 bis 1814 von England „zum Schutz“ vor den Franzosen besetzt war, an vielen Ecken lebendig. Kultiviert wird sie vor allem in jenem Hotel, in dem der Madeira-Tourismus seinen Anfang nahm, im 1891 von dem Schotten William Reid gegründeten Nobelhotel, das noch heute seinen Namen trägt: The Reid’s Palace – spektakulär auf einer Klippe im Westen Funchals gelegen. Die Namen der Inselhauptstadt (von Fenchel, der im Mittelalter die Hänge üppig bewuchs) und Madeira (= Holz) weisen auf die frühe landwirtschaftliche Nutzung des Eilands hin.

Im Inselinnern scheint die Zeit mitunter still zu stehen. Zu allen Jahreszeiten sprießt und gedeiht es. Die ganze Insel präsentiert sich als riesiges Gewächshaus: Doch neben opulent wachsenden Ost- und Gemüsesorten sind es vor allem die Blumen, endemische Farne und Hölzer, die in „Gottes Garten Eden“ wachsen und jährlich rund eine Million Touristen begeistern. Und das nicht nur in den zahlreichen Botanischen Gärten und Parkanlagen auf der 57 Kilometer langen und 22 Kilometer breiten Insel mit ihren Petunien, Begonien, Magnolien, Strelitzien und zahlreichen – zum Teil auch endemischen – Orchideensorten. Sondern auch im „Urwald“ Madeiras, dem 1999 von der Unesco zum Welterbe erhobenen Laurisilva, der zu den kostbarsten subtropischen Wäldern Südeuropas aus der Zeit des Tertiärs zählt. Auf rund 150 Quadratkilometern erstreckt sich heute der Lorbeerwald aus Bäumen und Sträuchern sowie aus Farnen, Moosen und Flechten. Ein wahres Paradies für Naturfreunde, Botaniker und Ornithologen.

Mehr als 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die meisten von der Insel, werden auf dem Bauernmarkt im Herzen Funchals angeboten.
Mehr als 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, die meisten von der Insel, werden auf dem Bauernmarkt im Herzen Funchals angeboten.
Foto: Peter Burger

Ein beeindruckendes Naturerlebnis ist eine Wanderung auf den Esplanadas (Bergpfaden) entlang der Levadas genannten Bewässerungskanäle, die sich in einem mehr als 2150 Kilometer langen Leitungsnetz über die ganze Insel erstrecken. Diese Wege dienen eigentlich der Unterhaltung, Reparatur und Steuerung der Kanäle, die bereits im 16. Jahrhundert gebaut wurden, um Wasser von der regenreichen Nordküste an die Südseite der Insel zu führen. Etwa 200 Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsstufen kreuzen heute die Levadas und führen die Wanderer in Regionen der Insel, die sonst nicht erreichbar wären. Nicht selten warten dabei atemberaubende Ausblicke in eine Natur- und Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht.

Die Kombination aus äußerst fruchtbaren Böden, die im Landesinnern teils auf Terrassen ähnlich unseren Weinbergen an Mosel, Rhein oder Ahr in Knochenarbeit kultiviert werden, dazu das vom Kanarenstrom, einem Ableger des Golfstroms, beeinflusste feucht-warme Klima bescheren Madeira eine überbordende Fülle von Produkten aus Landwirtschaft und Fischerei. An keinem anderen Ort der Insel konzentriert sich dieses Überangebot auf beeindruckende Weise so sehr wie auf dem Mercado dos Lavradores im Zentrum Funchals. Hier warten, nach einem farbenprächtigen Blumenportal, im Atrium und auf der Galerie rund 700 verschiedene Obst- und Gemüsesorten auf die Käufer.

Es ist der wohl exotischste, farbenprächtigste und duftendste Bauernmarkt Europas. Fast alle Obstsorten wachsen auf der Insel – und werden von den Händlern gleich löffelweise zum Probieren angeboten: diverse Maracuja-Sorten, Cherimoya, Curuba, Kaktusfeigen, Karambole, Kumquat, Kaki, Tamarillo (Baumtomate) oder die durchaus essbare Frucht des Philodendrons. Doch Vorsicht: Wer bei diesem Gaumenschmaus in Verzückung fällt und gleich tütenweise ordert, zahlt schnell ein stattliches Sümmchen, besonders oben auf der Galerie. Deshalb: Preise vergleichen – und feilschen!

Das Landesinnere Madeiras hält viele reizvolle Ein- und Aussichten bereit.
Das Landesinnere Madeiras hält viele reizvolle Ein- und Aussichten bereit.
Foto: Peter Burger

Im Tiefgeschoss des Marktes lockt der Frischfisch Käufer – und noch mehr Hobbyfotografen an: Fast Furcht einflößend mutet der (nur hier gefangene) Schwarze Degenfisch (Espada) mit seinen scharfen Zähnen an: Sein schneeweißes Filet, meist mit Banane und Mangosauce zubereitet, ist eines der Lieblingsgerichte der Madeirer. Nicht zu verwechseln mit Espetada, einem Rindfleischspieß – ursprünglich am Lorbeerstock, heute am Eisenspieß. In einfachen, aber typischen Restaurants an der Rua de Santa Maria oder im benachbarten Fischerörtchen Câmara de Lobos genießt man diese Inselspezialitäten authentisch.

Aus Câmara, wo Churchill einst den kleinen pittoresken Hafen malte, stammt übrigens auch Poncha, ein mit Honig und Limonensaft versetzter Zuckerrohrschnaps, den die Insulaner fast noch jenem Wein vorziehen, der zum Synonym für ihr Eiland wurde: Madeira. Ein beliebtes Mitbringsel wie der Bolo de Mel, ein Honigkuchen mit Zuckerrohrsirup, der ganzjährig an Weihnachten erinnert – selbst wenn in Funchal Karneval gefeiert wird.