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Kommentar: Eventuell kommt der Schritt zu früh

Das Impfzentrum des Kreises MYK schließt. Wer die überschaubaren Besucherströme in den vergangenen Wochen gesehen hat, mag jetzt sagen: Das ist nur folgerichtig. Und doch beschleicht den Beobachter das Gefühl, dass das Ganze vielleicht etwas zu voreilig geschieht.

Von Martin Boldt
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Die Nachfrage nach den Auffrischungsimpfungen nimmt spürbar zu. Auch im Polcher Zentrum sind aktuell schon Bürger zu Gast, die aufgrund ihres hohen Alters lieber auf Nummer sicher gehen wollen, und sich einen dritten Piks setzen lassen. Dieser unkomplizierte Weg wird künftig wegfallen. Gerade auch mit dem Blick auf die maue hausärztliche Versorgung in den ländlicheren Teilen des Kreises entstehen hier künftig zusätzliche Hürden, die am Ende Leben kosten könnten. Ganz davon abgesehen, dass klassische Ein-Mann-Praxen mit der Aufbereitung und Lagerung der Impfstoffe an ihre Grenzen stoßen, und somit als Anbieter der Impfungen wegfallen. Eine Verlängerung der Betriebszeit bis in den Advent hätte sicher für mehr Ruhe an dieser Front gesorgt.

E-Mail: martin.boldt@rhein-zeitung.net