Kommentar: Der Auftakt zur neuen „Rock am Ring“-Ära ist geglückt

Markus Kuhlen
Markus Kuhlen Foto: Jens Weber

Das Fazit nach drei Tagen Rock am Ring: Der Festival-Neustart war ein Erfolg. Und das, obwohl es auch Misstöne gab. Doch bei einer Veranstaltung mit mehr als 90.000 Menschen, die quasi eine Premiere ist, zu glauben, dies könne ohne Nebengeräusche verlaufen, wäre naiv und illusorisch.

Lesezeit: 3 Minuten
Anzeige

Markus Kuhlen zum neuen Festivalstandort in Mendig

Gemessen an der Größe der Aufgabe, die das Team um Veranstalter Marek Lieberberg sowie die kommunalen Entscheidungsträger zu bewältigen hatten, hat sich zum Beginn der neuen Ära eines der größten Musikfestivals Europas vieles schnell eingespielt. Hören wir dennoch bei den schiefen Tönen genauer hin.

Von oben werden die gigantischen Ausmaße des Musikfestivals in Mendig besonders deutlich.

Thomas Marr

Mehr als 90.000 Menschen haben sich auf dem Veranstaltungsgelände versammelt.

Thomas Marr

Thomas Marr

Thomas Marr

Thomas Marr

Thomas Marr

Thomas Marr

Es gab zum Auftakt größere Pannen beim Campen, es fehlte an Platz. Lieberberg und sein Team lösten das Problem in einer orchestrierten Aktion mit den lokalen Entscheidungsträgern und Landwirten: Quasi über Nacht gab es zusätzliche Plätze. Zu Beginn mangelte es außerdem an Toiletten und Wasserstellen, auch das wurde behoben. Zum Ende der drei Tage war der Ton bei den Fans harmonisch, es überwiegt die Freude über ein Gelände, das größer ist und dennoch an entscheidenden Stellen kürzere Wege bietet. Viele Fans sind einfach schneller da, wo die Musik spielt.

Weitere Störgeräusche kamen am Sonntag aus der Region. Auch hier waren eventuell einige Menschen der Musik näher, als ihnen lieb war. Es gab Beschwerden wegen Ruhestörung – ob diese wirklich mit Rock am Ring zu tun haben, ist noch unklar. Wenn ja, muss Abhilfe geschaffen werden. Aber es wäre überraschend, wenn Lieberberg dann nicht auch an den richtigen Knöpfen drehen könnte.

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

dpa

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Anke Mersmann

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

dpa

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Anke Mersmann

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Christina Nover

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

dpa

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Christina Nover

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Christina Nover

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

dpa

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

Christina Nover

Das nächtliche Unwetter hat auf dem Festivalgelände in Mendig Spuren hinterlassen. Das zeigen unsere Aufnahmen vom Tag danach.

dpa

Letztlich gab es noch einen Paukenschlag, den die Verantwortlichen nicht zu verschulden hatten – aber hochprofessionell damit umgingen. Nach einer Hitzeschlacht am Freitag folgte in der Nacht ein Unwetter mit 33 Verletzten. So traurig das ist, zeigt es doch, dass die Notfallpläne aller Beteiligten griffen. Denn im Verhältnis zur Gefahr waren die Schäden gering, ein Chaos brach nicht aus.

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Beatsteaks, seit 1995 bestehende Alternative-Rock-/Punk-Band aus Berlin, spielen auf der Volcano Stage, Rock am Ring 2015.

Kevin Rühle

Zahlreiche Probleme wurden gelöst, bleiben die Erfolge zum Beginn der neuen Festivalära. Trotz monatelanger Querelen mit einem geplanten Konkurrenzfestival am Nürburgring und diversen Gerichtsverfahren ist es den Verantwortlichen gelungen, ein qualitativ extrem starkes Programm auf die Beine zu stellen und damit 90.000 Fans zu locken. Insgesamt hat, auch das darf nicht vergessen werden, das Land eines seiner größten (pop-)kulturellen Aushängeschilder behalten.

Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigt ein Blick an den Nürburgring zum geplatzten Festival „Der Ring“. Dort wäre man vermutlich froh, wenn man einige der Probleme aus Mendig derzeit hätte.

E-Mail: markus.kuhlen@rhein-zeitung.net