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Kefersheim

Kefersheim ist nie ganz vergessen

Von Peter Bleyer
In der Ortsmitte von Kefersheim studierten unter anderem Johann Albrecht, Johann Höhn, Friedrich Gemmel und Lena Nau die Bekanntmachungstafel. Links stand das Anwesen von Friedrich Sauer, rechts ist der Schuppen von Peter Neu zu erkennen. 
In der Ortsmitte von Kefersheim studierten unter anderem Johann Albrecht, Johann Höhn, Friedrich Gemmel und Lena Nau die Bekanntmachungstafel. Links stand das Anwesen von Friedrich Sauer, rechts ist der Schuppen von Peter Neu zu erkennen.  Foto: Dr. Wilhelm Burger

Die Tränen der Großmutter hat sie noch ganz genau vor Augen. Und die große Trauer, als ihr Heimatdorf von den Nazis geräumt wurde. Ein Truppenübungsplatz sollte gebaut werden. Die ältere Frau konnte sich von ihrem Zuhause nicht trennen. „So etwas vergisst man nicht“, sagt Gertrud Wald nachdenklich. Sie wurde 1924 in Kefersheim geboren.

Lesezeit: 3 Minuten
Sie selbst hat das Ende des Dorfes nicht als Einwohnerin miterlebt, erzählt die 93-Jährige, die mittlerweile in Hoppstädten-Weiersbach wohnt. „Mein Vater hat schon 1928 das Haus der Schwiegereltern in Mittelbollenbach übernommen“, berichtet sie. „Deshalb sind wir früher aus Kefersheim weg.“ Im heutigen Idar-Obersteiner Stadtteil betrieb ihr Vater später eine Autowerkstatt ...
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Fakten zu Kefersheim

Das Dorf wird erstmals im Jahr 992 erwähnt, als Kaiser Otto III. dem Albanskloster zu Mainz zwischen Kefersheims und Wieselbach ein Stück Land vermachte.

Der Ortsname lässt jedoch vermuten, dass die Gemeinde bereits zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert entstand. Denn damals wurden mit Einwanderung der Franken viele Ort mit den Suffixen „ingen“ und „heim“ gegründet.

Der Dorfname gibt möglicherweise auch Aufschluss über den ersten Siedler, der vielleicht Kubero geheißen haben mag – Heim des Kubero – Kefersheim.

Der Ort gehörte im Laufe seiner Geschichte unter anderem den Herren von Flersheim, den Wild- und Rheingrafen und wurde schließlich 1834 als Teil des Kreises St. Wendel sogar preußisch.

Ein besonderer Teil des Ortes war der Wickenhof, der in manchen Zeugnissen sogar als eigenständige Gemeinde bezeichnet wird. Bis in das Jahr der Umsiedlung wuchs die Einwohnerzahl in Kefersheim auf 210, die auf dem Wickenhof auf 28 an.

Beide Gemarkungen fielen mit 319 beziehungsweise 154 Hektar in den Truppenübungsplatz.

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