Archivierter Artikel vom 08.07.2017, 19:43 Uhr
Kastellaun

Festival: Mehr als 60.000 fahren im August heim ins Nature-One-Land – VIP-Tickets verlost

Mehr als 60.000 Fans elektronischer Musik werden von 3. bis 6. August in ihrer zweiten Heimat im Hunsrück erwartet. Das traditionsreiche Festival Nature One setzt laut Programmchef Oliver Vordemvenne auch bei seiner 23. Ausgabe wieder mehr auf die „Stars der Szene“ aus Techno, House und Trance als auf Stars aus den Charts, um genau den Nerv des Stammpublikums zu treffen.

Der Open-Air-Floor bietet Platz für gut 10.000 Fans. Insgesamt spielen bei der Nature One 2017 mehr als 350 DJs und Live-Acts auf 23 Bühnen.
Der Open-Air-Floor bietet Platz für gut 10.000 Fans. Insgesamt spielen bei der Nature One 2017 mehr als 350 DJs und Live-Acts auf 23 Bühnen.
Foto: I-Motion

Zum Line-Up auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun gehören deshalb Stars der Szene wie Above & Beyond, Sven Väth, Paul van Dyk, Netsky und Ferry Corsten. Mehr als 350 DJs und Live-Acts spielen in diesem Jahr auf 23 Bühnen unter dem Motto „We call it home“.

Unter Gleichgesinnten

Zu dem neuen Motto hat nicht nur Techno-DJ Felix Kröcher beigetragen, der seit vielen Jahren Stammgast auf der Pydna ist: „Hier fühle ich mich zu Hause. Nature One ist für mich mehr als das schönste Festival auf dieser Welt.“ Auch viele Kommentare der Fans in den sozialen Netzwerken, die im vergangenen Jahr auf dem 100 Hektar großen Campinggelände angekommen waren, schwärmten davon, endlich wieder zu Hause unter Freunden und Gleichgesinnten zu sein.

Laut Statistik des Veranstalters I-Motion sind es tatsächlich in jedem Jahr rund 60 Prozent der Besucher, die schon mindestens zum zweiten Mal kommen oder gar schon viel öfter dabei waren. Rund 40 Prozent dagegen sind jährlich Neulinge.

Zeltplatz-Party

Auch in diesem Jahr wird die Camping-Party bereits am Donnerstag, 3. August starten: mit Zelten, Planschbecken und monströsen Soundanlagen. Hunderte private Dancefloors werden rund um die Uhr von Hobby-DJs beschallt. Am Donnerstagabend können sich die Fans beim Mixery-Opening auf dem „Dorfplatz“ eintanzen.

Spektakulärer Aufbau am Open-Air-Floor

Die größte Tanzfläche in den beiden Festivalnächten am Freitag und Samstag, 4. und 5. August, bietet der Open-Air-Floor mit Platz für mehr als 10.000 Personen. Im vergangenen Jahr sorgte dort eine mehr als 30 Meter hohe pyramidenartige Konstruktion mit Hunderten LED und Lasern für ein spektakuläres Bild. Laut Vordemvenne wird die Konstruktion, die in diesem Jahr eine Überraschung werden soll, genau so hoch, aber völlig anders aufgezogen. Den Aufbau des Hauptfloors kann man ab 31. Juli im Internet unter www.ku-rz.de/naturecam verfolgen.

Stars der Szene

Auf dem Open-Air-Floor stehen unter anderem die britisch-finnische Trance-Combo Above & Beyond auf der Bühne. Das DJ-Trio ist mit seinen Remixen bekannter Songs seit über 15 Jahren weltweit erfolgreich. Das erste Mal mit dabei ist der belgische Drum‘n‘Bass-Superstar Netsky, der mit seinem letzten Studioalbum auf Platz eins der belgischen Albumcharts landete. Nach seinem fulminanten Nature-One-Debüt im vergangenen Jahr wurde der Hamburger Neelix erneut verpflichtet. Paul van Dyk und Ferry Corsten haben schon häufiger auf der Pydna gespielt und zählen zu den Stars des Festivals.

Techno und House

In einem großen Zehn-Master-Zelt ist der zweitgrößte Floor, der Century Circus untergebracht. Techno- Größen wie Sven Väth, Ben Klock, Len Faki und Joseph Capriati sind die Top-Acts. Im House of House steht neben Moonbootica und Wankelmut erstmals DJ Worakls aus Frankreich an den Decks. Tracks aus der Rave- Geschichte werden von Acts wie Tom Novy, Mark‘ Oh und Dune auf dem Classic Terminal zu hören sein.

Clubfloors fürs Spezielle

Neben den vier Hauptfloors präsentieren sich Veranstalter, Labels und Clubbetreiber aus Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und den Niederlanden auf 19 Clubfloors. Mit dabei sind die Masters of Hardcore, der Butan Club aus Wuppertal, das Hardstyle-Label Dirty Workz und der seit vielen Jahren beliebte schwul-lesbische Floor vom Vogue Club aus Koblenz.

Bus-Shuttle – Festival in die Region integriert

Vom Hauptbahnhof in Koblenz gibt es das ganze Wochenende über einen Non-Stop-Bustransfer zum Festivalgelände. Von dort aus können die jungen Gäste auch die Umgebung ihrer Wahlheimat erkunden. Vom Campingplatz fahren kostenlose Shuttlebusse nach Kastellaun. Die Verbandsgemeinde Kastellaun stellt Checklisten für Einkäufe zur Verfügung (Was finde ich wo?) und richtet spezielle Plätze zum Ausruhen ein. Auch das örtliche Hallenbad steht zur Erfrischung der Festivalgäste zur Verfügung. Auf einen Supermarkt auf dem Zeltplatz wie bei anderen großen Festivals verzichten die Veranstalter ganz bewusst: „Wir wollen einerseits, dass auch der lokale Handel und die Gastronomie von den Besucherströmen profitieren, aber auch andererseits dafür sorgen, dass sich Einheimische und Festivalbesucher persönlich kennenlernen, und so zum gegenseitigen Verständnis beitragen“, erklärt Vordemvenne.

Zwar läuft der Kartenvorkauf laut Veranstalter gut. Ob Nature One im vierten Jahr in Folge mit 65.000 Besuchern bereits vorab ausverkauft sein wird, lässt sich laut Vordemvenne derzeit noch nicht abschätzen. Möglicherweise gibt es noch eine Abendkasse.

Wir haben VIP-Tickets verlost

Wir haben 3x2 VIP-Tickeks für die Nature One 2017 verlost. Vielen Dank an alle Teilnehmer, die bis Dienstag, 25. Juli 2017, an unsere Zeitung auf Instagram eine Direktnachricht mit einem Fan-Beweisfoto gesendet haben! Als Gewinner wurden ausgelost: Josephine S. aus Dortmund, Anna-Lena M. aus Koblenz und Jan B. aus Siegen.

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Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Wegen der permanent erhöhten Terrorgefahr und nach den Erfahrungen bei Rock am Ring im Juni, wo wegen zweier verdächtiger Mitarbeiter das Festival unterbrochen werden musste, hat die Innenministerkonferenz beschlossen, die Sicherheitsstandards bei Großveranstaltungen zu verschärfen.

Davon betroffen ist jetzt auch die Nature One. Beispielsweise muss jeder Mitarbeiter, der bereits vor der Veranstaltung auf der Pydna tätig ist, beziehungsweise Zugang zu allen Bereichen hat, vorab von der Polizei einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden können.

Der Veranstalter I-Motion muss dazu der Polizei vollständige Listen mit Namen, Geburtsdaten und Adressen sowie gegebenenfalls Ausweiskopien zur Verfügung stellen. Beim Festival selbst will I-Motion keine Taschen verbieten, wie das bei anderen Veranstaltungen üblich ist, sondern stattdessen wie in den vergangenen Jahren auf intensive Kontrollen am Eingang setzen. „Wir haben mit unserer Security schon immer darauf Wert gelegt, dass keine gefährlichen Gegenstände auf das Gelände kommen“, sagt Oliver Vordemvenne. Verbiete man die Mitnahme jeglicher Taschen, bestehe dagegen die Gefahr, dass diese weggeworfen werden und dann für unnötige Sicherheitsalarme sorgen. aj

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