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Fensterglas, Fischsoße und feinstes Geschirr

Emma Mathy aus Nassau berichtet über Wellness und Komfort fernab des großen Rom.

Emma Mathy aus Nassau berichtet über Wellness und Komfort fernab des großen Rom.

Wir haben nicht nur Nachwuchsforscher, sondern auch Nachwuchsreporter gesucht. Die spannendsten Beiträge über die Camps erscheinen in unserer Zeitung. Dem besten Reporter, den eine Jury bald kürt, schenkt Fielmann ein MacBook, einen Laptop von Apple. Über das Archäologiecamp hat Emma Mathy (13) aus Nassau geschrieben.

Tholey – Am Vicus im Wareswald kann man gut erkennen, dass die Römer ein bequemes und luxuriöses Leben schätzten. Ihre Häuser wurden doppelwandig aus Stein gemauert, der Zwischenraum verfüllt (fast wie bei modernen Dämmungen heute). Die Römer hatten sogar schon verglaste Fenster und Wandmalereien. Die Keller dienten als Lagerräume für Lebensmittel wie Getreide, Olivenöl, Wein und Fischsoße. Fischsoße? Diese Soße aus Fisch und starken Kräutern war quasi das Ketchup der Römer und wurde fast zu allem gegessen.
Die Römer waren sehr auf „Wellness“ bedacht: So hatten ihre Häuser oft sogar Badezimmer. Das Wasser für die Bassins wurde an höheren Stellen gesammelt und dann ins Bad geleitet. Was auch zum Luxus früher gehörte, war ein sehr teures Geschirr – die Terra Sigillata – und die heute noch beliebte Fußbodenheizung. Diese funktionierte damals so, dass außerhalb des Hauses ein Feuer brannte und sich die dadurch entstehende Wärme durch einen „Kanal“ nach drinnen ausbreitete. Unter dem Boden standen Ziegelplatten, die die Wärme speicherten. Von dort aus stieg sie nach oben, und langsam wurde der Boden warm.
Terrassen hatten die Römer früher auch schon. Diese bauten sie so, dass man einen schönen Blick ins Tal hatte – vier bis fünf Meter unterhalb der Häuser in den Hang hinein. Natürlich konnten sich dieses Luxusleben nur die reichen Römer leisten – die Händler im Wareswald gehörten offensichtlich dazu.

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