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    MittelrheinBürger-Workshop zur Buga 2031: Das Mittelrheintal steckt voller Ideen

    „Frankfurt ist das neue Berlin, St. Goar ist das neue San Francisco“, stimmte Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut Workshop die rund 100 Teilnehmer des Start-Workshops zur Buga 2031 in der Rheinfelshalle in St. Goar auf die Kreativphase ein. Er gab Ausblicke, wie sich die Welt, der Tourismus und auch die Wünsche und Ansprüche der Menschen in den kommenden 14 Jahren entwickeln könnten, und regte an, die Schere aus dem Kopf zu nehmen und der Fantasie beim Workshop freien Lauf zu lassen.

    Beim Start-Workshop zur Buga 2031 sprudelten die Ideen der Bürger nur so heraus. Um eine große Karte des Mittelrheintals tummelten sich die Menschen und konnten ihre ersten Ideen und Inspirationen direkt auf dem großen Tableau verorten.  Foto: Andreas Jöckel
    Beim Start-Workshop zur Buga 2031 sprudelten die Ideen der Bürger nur so heraus. Um eine große Karte des Mittelrheintals tummelten sich die Menschen und konnten ihre ersten Ideen und Inspirationen direkt auf dem großen Tableau verorten.
    Foto: Andreas Jöckel

    Und dann ging es schon in die Kreativphase. Im Foyer war ein großes Tableau aufgebaut, das den Verlauf des Mittelrheintals zeigte. In der Mittags-Murmel-Runde hatten die Teilnehmer bei Möhrensuppe und kleinen Snacks Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen und ihre ersten Ideen zu Papier zu bringen und auf der großen Landschaftskarte zu verorten. Im Nu scharten sich die Menschen um den Tisch, griffen zu Zettel und Stift, und beinahe im Sekundentakt wurden die Inspirationen in die Karte gesteckt. „Skulpturenpark als Werbefläche für Buga“, „Straußwirtschaftspass beidseitig des Rheins“, „Lehrweingarten und Apothekergarten“ oder auch „Amphibienbusse, um Rheinseiten und Rheinhöhen ,erfahrbar' zu machen“ sind nur einige Beispiele der insgesamt knapp 200 Karten, die die Bürger, unter ihnen auch viele Gemeinderatsmitglieder, aus dem ersten Impuls heraus formulierten.

    Doch bevor sich die Workshop-Teilnehmer mit ihrer Flut an Ideen zu sehr verausgaben konnten, läutete Moderator Martin Seebauer zur zweiten Aktivphase mit großem Ideenaustausch über. Unter den Themenschwerpunkten „Buga-Programm und Gastgeber“, „Tourismus und Freizeit“ sowie „Orts- und Regionalentwicklung“ hatten sie nun die Möglichkeit, ihre Ideen zu notieren, auf regionale Schwachpunkte und Lösungen dafür hinzuweisen und Input zu ungenutzten Potenzialen in der Region zu geben. Dabei gab es nicht nur die Gelegenheit, untereinander in Kontakt zu kommen, sondern sich auch mit Fachleuten der IHK, der Romantischer Tourismus GmbH, der Entwicklungsagentur und der Machbarkeitsstudie auszutauschen. Schnell wurde anhand der sich füllenden Matrizen deutlich, wie viel Potenzial in dieser Form der Vernetzung der Menschen liegt.

    Jeder weiß selbst aus eigenen Erfahrungen im Alltag, wo der Schuh drückt und es Defizite gibt – hat gleichzeitig aber auch schon Verbesserungsvorschläge parat. Der Workshop wurde als Gelegenheit genutzt, sich auch vom Kirschturmdenken abzuwenden, über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinauszublicken und gemeinsam an einem Strang zu ziehen und nach Lösungen und mit Ideen für das gesamte Tal und Wünschen für die Zukunft mit dem Ziel Buga 2031 für die Heimat aktiv zu werden. Sei es, Lesungen regionaler Autoren auf Schiffen, ein Kino- oder Schwimmschiff, naturnahe Erlebnisgärten, eine Qualitätsinitiative zu regionalen Produkten, stillgelegte Bahntrassen mit Draisinen wieder zu beleben oder aber auch flächendeckendes WLAN und digitale Wegweiser zu Unterkünften. Von dem Aufruf, alles denken zu dürfen, machten die Menschen regen Gebrauch.

    Zum Auftakt der Workshopphase gab es also schon mal viel Input. Aufgabe der Macher der Machbarkeitsstudie wird es nun sein, alle Beiträge zu erfassen, zu verorten, einzuordnen. Doch das war nur der erste Streich: Auch beim nächsten Buga-Workshop am Samstag, 13. Mai, sollen Menschen des Mittelrheintals mit dem Wissen über und den Ideen für ihre Heimat an der Machbarkeitsstudie zur Buga 2031 beteiligt werden.

    Mehr Infos, Fotos und ein Video gibt es im Internet unter den Adressen www.ku-rz.de/bugamach sowie unter www.buga2031.blog

    Von unserer Reporterin Mira Müller

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