Archivierter Artikel vom 13.10.2012, 13:38 Uhr
Mainz

Bellut: Harry Valérien war einer der ganz Großen

Harry Valérien ist eine Legende im Sportjournalismus. Im Alter von 88 Jahren ist er am Freitagabend an Herzversagen verstorben.

Der Sportjournalist und langjährige Moderator der ZDF-Sendung «Das aktuelle Sportstudio» ist tot. Er starb am Freitagabend (12. 10. 2012) im Alter von 88 Jahren. Das Foto zeigt ihn als Sportsprecher des Bayerischen Rundfunks (undatiertes Archivfoto).

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Der Sportjournalist Harry Valerien, aufgenommen am 29. Januar 1973 mit Fußball und Mikrofon.

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Fußballnationalspieler Uwe Seeler (l) und Sportmoderator Harry Valérien (r) sprechen am 12.06.1974 in der ZDF-Show „Zu Gast bei 16 Nationen“ über die Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft 1974 am darauffolgenden Tag. In der Mitte eine WM-Hostess.

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In seinem Element: Undatierte Aufnahme aus dem Jahr 1984.

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Archivfoto vom 12.08.2003. Valérien war Mitbegründer und langjähriger Moderator des «Aktuellen Sportstudios».

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Mit Frau Randi am 27.01.2009 in München bei der Verleihung des Deutschen Entertainment-Preises DIVA.

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Ex-Skifahrerin Rosi Mittermaier überreicht Harry Valerien am 30.03.2009 den Herbert-Award in Hamburg.

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Während der Verleihung des Herbert-Award.

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Nach der Aufzeichnung der ARD-Talkshow «Menschen bei Maischberger» in Köln im Jahr 2011.

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Mainz – Nach dem Tod von Harry Valérien haben führende Vertreter des ZDF den Sportreporter und seine Bedeutung für den Sender gewürdigt.

„Er war einer der ganz Großen im Sportjournalismus“, sagte Intendant Thomas Bellut am Samstag nach Angaben des Senders. Valérien habe die Sportberichterstattung des ZDF nachhaltig geprägt und sei noch heute – mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem Abschied vom „aktuellen Sportstudio“ – eine bekannte Größe. „Er hatte seinen ganz eigenen Stil und einen feinen Humor, war immer souverän, sympathisch und aufmerksam. Auf diese Weise hat er seine Begeisterung für den Sport in seiner ganzen Breite und seine große Sachkenntnis an das Publikum weitergegeben“, schilderte Bellut, der nach eigenen Angaben schon als junger Fernsehzuschauer ein Fan der Reporterlegende war. „Harry Valérien wird uns sehr fehlen.“

„Harry Valérien war neben Wim Thoelke und Hanns Joachim Friedrichs einer der legendären Gründerväter des ZDF-Sports“, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey laut Mitteilung. „Mit dem aktuellen Sportstudio hat er eine Traditionsmarke im Sport-TV und für das Publikum viele unvergessene Fernsehmomente geschaffen.“

Valériens ehemaliger Kollege Dieter Kürten bezeichnete den Bayern laut ZDF als Vorbild und guten Freund. „Für Generationen von Journalisten in Funk und Fernsehen war Harry ein Idol. Er hatte immer einen festen Standpunkt, den er nie verließ“, sagte Kürten. Valérien, der am Freitagabend im Alter von 88 Jahren starb, sei ein Meister des geschliffenen Wortes und auf eine ganz besondere bayerische Art bodenständig und amüsant gewesen. „Ich habe viel von ihm gelernt und werde ihn nicht vergessen“, sagte Kürten.