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Kreisstadt

Bad Neuenahr will sich aufRadler mit Akku einstellen

Immer mehr sogenannte E-Bikes, auch Pedelecs genannt, rollen über die Fahrradwege und auf den Straßen der Kreisstadt und machen das Radfahren durch einen kleinen Zusatzmotor zu einem angenehm leichten Vergnügen.

Foto: Jochen Tarrach

Allerdings ist die Ladekapazität der notwendigen Akkus zum Betreiben der kleinen elektrischen Unterstützungsmotoren begrenzt, und sie müssen öfter mal aufgeladen werden. Das hat nun den CDU-Stadtrat Peter Ropertz aus der Kreisstadt und seine Fraktion dazu veranlasst, der Verwaltung per Ratsbeschluss den Auftrag zu geben, die entsprechende Infrastruktur in Bad Neuenahr-Ahrweiler unter die Lupe zu nehmen. Geprüft werden soll, ob und wie das Aufstellen von Akku-Ladestationen im Stadtgebiet als Service für Bürger und Gäste realisiert werden kann.

Die Idee: Radtouristen könnten dann die Innenbezirke von Ahrweiler oder Bad Neuenahr besuchen und während dieser Zeit die Akkus wieder aufladen. Eine abschließende Stellungnahme der Verwaltung dazu wird allerdings nach Aussage von Pressesprecher Karl Walkenbach noch einige Zeit beanspruchen, denn es seien noch viele Fragen zu klären. So etwa auch, wie eine solche Ladestation aussehen und welche Hersteller entsprechende Geräte liefern können. Einer, der es wissen muss, ist Rainer Berg vom Basislager in der Wilhelmstraße 47 in Ahrweiler. Er vertreibt in seinem Geschäft E-Bikes. Grundsätzlich steht er der Angelegenheit natürlich positiv gegenüber, sieht aber erhebliche Probleme bei der Umsetzung. Jeder Hersteller habe nämlich ein unterschiedliches Ladesystem, da diese nicht genormt sind. Auch die Akkus selbst sind unterschiedlich. Eine solche Vielfalt an elektrischen Systemen könne an einzelnen Stationen einfach nicht bedient werden, und jedes Jahr kämen neue Varianten hinzu. Es sei außerdem so, dass jeder E-Bike-Fahrer bei einer größeren Tour seine eigene Ladestation mit sich führe und dann nur noch eine normale Steckdose benötige. Moderne E-Bikes werden heute sogar mit kompakten integrierten Schnellladegeräten geliefert. In zweieinhalb bis sechs Stunden sind dabei die Akkus vollständig aufgeladen. Aber auch nach einer Pause von nur einer Stunde steht schon wieder genügend Strom zur Verfügung, und die fröhliche Fahrt kann weitergehen. Neue Akku-Ausführungen halten vier bis sechs Jahre und können viele hundert Mal aufgeladen werden.

So werden im Prinzip lediglich ganz normal abgesicherte Steckdosen benötigt und eventuell ein Verlängerungskabel, da man ja ein E-Bike nicht in jedes Restaurant schieben kann. Steckdosen gibt es in jedem Raum und oft auch an den Außenwänden. Diese gegen eine Stromgebühr zur Verfügung zu stellen, das wäre nach Ansicht von Rainer Berg eine schöne Servicemöglichkeit für Cafés, Gaststätten und Restaurants in der Kreisstadt. Berg schätzt, dass bei einer Kaffeepause etwa fünf Cent an Stromkosten entstehen. Spezielle Ladestationen, wie sie zum Beispiel ein Elektroauto benötigt, sind für ein E-Bike also nicht notwendig. So ist der Antrag der CDU-Faktion im Stadtrat sicherlich gut gemeint, aber kaum realisierbar.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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