Auf der Flucht vor dem Schlachter: Jungbulle durchschwimmt die Nahe

Ein Jungbulle wie dieser nahm am Freitagmorgen im Kreis Bad Kreuznach Reißaus vorm Schlachter.
Ein Jungbulle wie dieser nahm am Freitagmorgen im Kreis Bad Kreuznach Reißaus vorm Schlachter. Foto: DPA

Kreis Bad Kreuznach – Er wollte sich mit seinem Schicksal nicht einfach so abfinden. Am Freitagmorgen ist ein Jungbulle aus einer Schlachterei in Bingen-Sponsheim ausgebüxt. Auf seiner fast zweistündigen spektakulären Flucht durchschwamm er sogar die Nahe.

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Kreis Bad Kreuznach – Er wollte sich mit seinem Schicksal nicht einfach so abfinden. Am Freitagmorgen ist ein Jungbulle aus einer Schlachterei in Bingen-Sponsheim ausgebüxt. Auf seiner fast zweistündigen spektakulären Flucht durchschwamm er sogar die Nahe.

Autofahrer hatten das Tier kurz vor halb acht in unmittelbarer Nähe der A60/61 am Dreieck Nahetal entdeckt. Vier Streifenwagen aus Bingen und Bad Kreuznach machten sich daraufhin auf die Suche. Die Polizisten spürten den Bullen kurze Zeit später auch auf – er machte sich aber über Felder und durch Weinberge davon. Erste Versuche, ihn mithilfe eines Jagdpächters sowie eines ortsansässigen Metzgers einzufangen, schlugen fehl.

Die Autofahrer in der Umgebung wurden durch Verkehrsfunk gewarnt, die Bahnlinie von Bingen aus in Richtung Bad Kreuznach musste kurzzeitig gesperrt werden. Schließlich durchquerte der 400 Kilo schwere Bulle sogar die Nahe und erreichte das Ufer in Laubenheim. Auf die dort wartenden Beamten stürmte er wie wild los, die in ihrer Not von der Schusswaffe Gebrauch machten und das mächtige Tier stoppten. Der Metzger erledigte den Rest. Nach knapp zwei Stunden war das Schicksal des Bullen dann doch besiegelt.

Die weitere Bilanz: Zehn Beamte im Einsatz, einer davon leicht verletzt.

(gst)