Archivierter Artikel vom 08.11.2014, 19:01 Uhr

118,3 Meter lang: Kleiner Kreuzer „Emden“

Die von 1906 bis 1908 auf der Kaiserlichen Werft in Danzig gebaute und nach der gleichnamigen Stadt benannte „Emden“ war der letzte Kleine Kreuzer der deutschen Marine, der noch mit Kolbenmaschinen ausgestattet war. Das 5,96 Millionen Mark teure Schiff war 118,3 Meter lang und 13,5 Meter breit.

Seitenriss Kleiner Kreuzer "Emden" (1908–1914)
Seitenriss Kleiner Kreuzer „Emden“ (1908–1914)

Es erreichte eine Geschwindigkeit von 24 Knoten oder 44 km/h bei einer Maschinenleistung von 16 350 PS/12 025 kW. Zu seiner Besatzung zählten 361 Mann. Nach ihrer Indienststellung am 10. Juli 1909 nahm die „Emden“ erst an Jubiläumsfeierlichkeiten in Südamerika teil, um anschließend vom Stützpunkt Tsingtau aus bis zum Ersten Weltkrieg wiederholt in Konflikte im Indischen Ozean einzugreifen.

Nach der verlorenen Schlacht gegen die australische „Sydney“ wurde die „Emden“ am 9. November 1914 auf ein Riff gesteuert. Zu Ehren der vor allem in den angelsächsischen Ländern bewunderten und geachteten Besatzung findet morgen in Australien eine Gedenkveranstaltung statt.