Archivierter Artikel vom 28.12.2014, 22:30 Uhr

Spurensuche: Gerhard Lang kennt die Wahrheit über Skossyreff

Gerhard Lang befasst sich seit Jahren mit den Abenteuern des Boris von Skossyreff. Schon in seiner Doktorarbeit über die moderne Geschichte Andorras hat er die schillernde Persönlichkeit thematisiert. „Während meiner Recherchen bin ich zwangsläufig auf Skossyreff gestoßen“, berichtet Lang unserer Zeitung.

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Gerhard Lang aus dem Saarland hat das Buch "Boris von Skossyreff – Agent der Deutschen, König von Andorra" geschrieben. Foto: Maximilian Eckhardt
Gerhard Lang aus dem Saarland hat das Buch „Boris von Skossyreff – Agent der Deutschen, König von Andorra“ geschrieben.
Foto: Maximilian Eckhardt

„Es hieß, Boris von Skossyreff sei nach dem Andorra-Abenteuer in einem Lager in Frankreich gestorben. Erst als ich dort nachforschte und erfuhr, dass er 1942 nach Deutschland kam, wollte ich mehr wissen“, verdeutlicht Lang.

Boris von Skossyreff: Um diesen Mann und seine bewegte Vergangenheit kursieren in und um Boppard noch heute abenteuerliche Geschichten. Quelle: Rhein-Zeitung

Daran ist er selbst nicht unschuldig. Denn was will er nicht alles gewesen sein: Stalins Sekretär, Oxford-Promovend, Fürst von Andorra, Major der Wehrmacht, Hitlers Geheimagent... Quelle: Rhein-Zeitung

Seine vornehme Kleidung und seine galanten Umgangsformen beeindrucken andere Zeitgenossen: Nicht wenige Bopparder halten ihn nach dem Zweiten Weltkrieg für einen Adeligen. Sie nennen ihn Baron von Skossyreff. Quelle: Rhein-Zeitung

Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1935. Zu diesem Zeitpunkt ist er angeblich 35 Jahre alt. Quelle: Rhein-Zeitung

Boris von Skossyreff posiert gerne vor der Kamera. Das Monokel, auch Einglas genannt, ist sein Markenzeichen. Quelle: Rhein-Zeitung

Er trägt auf diesem Bild die Uniform eines Majors: Boris von Skossyreff ist während des Zweiten Weltkriegs offenbar ein Sonderführer der Wehrmacht. Quelle: Rhein-Zeitung

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste auch Boris von Skossyreff den Fragebogen zur Entnazifizierung ausfüllen. Er liegt unserer Zeitung vor.

Für das Buch „Der Mann in Jalta – Hitlers geheimer Auftrag an Boris von Skossyreff“ wird er am Rheinufer bei Boppard abgelichtet. Quelle: Rhein-Zeitung

„Der Mann, der Deutschland vor der Atombombe rettete“ – Mit dieser Überschrift erschien in der Zeitung „7 Tage/Der Hausfreund“ ein großer Bericht im Juni 1963 über Boris von Skossyreff.

Sichtlich gealtert: Boris von Skossyreff mit Hund Loulou. Quelle: Rhein-Zeitung

Zurück in Andorra: Boris von Skossyreff besucht noch einmal den Zwergstaat in den Pyrenäen, den er im Juli 1934 neun Tage lang regiert haben will. Quelle: Rhein-Zeitung

Damit begann vor neun Jahren eine Spurensuche, die den pensionierten Lehrer in Archive zwischen Andorra, Belgien, Frankreich, Spanien, Russland und den USA führte. Seine Erkenntnisse hat er im Buch “Boris von Skossyreff – Agent der Deutschen, König von Andorra" aufgeschrieben. Gerhard Lang ist Oberstleutnant der Reserve, pensionierter Sprach- und Religionslehrer, Autor etlicher Sprachbücher und Hobby-Historiker. eck

Zeitleiste zum Durchklicken: Stationen im Leben des Boris von Skossyreff