Archivierter Artikel vom 25.10.2018, 14:48 Uhr
Pfaffen-Schwabenheim

Zahlreiche Gäste bei den Sozialdemokraten

Die SPD feierte ihr 40-jähriges Ortsvereinsjubiläum im Dorfgemeinschaftshaus.

Ehrungen und die Begrüßung von Neumitgliedern standen im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des SPD-Ortsvereins Pfaffen-Schwabenheim auf der Tagesordnung. Begrüßt mit einem Blumenstrauß wurden Renate Thomas, Katja Matthias und Julia Reich. Der erste gewählte Ortsvereinsvorsitzende Walter Reimann und der spätere Vorsitzende Joachim Vetter wurden vom SPD-Landesvorsitzenden Roger Lewentz,
dem SPD-Kreisvorsitzenden und dem amtierenden Ortsvereinsvorsitzenden Michael Simon gewürdigt. Für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde Rainer Simon.
Ehrungen und die Begrüßung von Neumitgliedern standen im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des SPD-Ortsvereins Pfaffen-Schwabenheim auf der Tagesordnung. Begrüßt mit einem Blumenstrauß wurden Renate Thomas, Katja Matthias und Julia Reich. Der erste gewählte Ortsvereinsvorsitzende Walter Reimann und der spätere Vorsitzende Joachim Vetter wurden vom SPD-Landesvorsitzenden Roger Lewentz, dem SPD-Kreisvorsitzenden und dem amtierenden Ortsvereinsvorsitzenden Michael Simon gewürdigt. Für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde Rainer Simon.
Foto: SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim

40 Jahre SPD in Pfaffen-Schwabenheim – das feierten die Sozialdemokraten jetzt im Dorfgemeinschafshaus im Rahmen einer Festveranstaltung. Fast 100 Gäste, Mitglieder der Partei, Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der örtlichen Vereine, waren zu diesem Anlass gekommen.

1978, am 30. November, gründete sich an eben diesem Ort, in der früheren Gemeindehalle, der SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim. Damals war der Sozialdemokrat Helmut Schmidt Bundeskanzler, Willy Brandt SPD-Parteivorsitzender und Herbert Wehner führte die SPD-Bundestagsfraktion. Darauf wies Ortsvereinsvorsitzender Michael Simon zu Beginn seiner Rede hin. Man wollte auch im ländlichen Raum Flagge zeigen und demonstrieren, dass die Belange der Arbeitnehmer, der Selbständigen und der Handwerker stärker kommunalpolitisch zu berücksichtigen sind. Es gehörte nicht nur politische Begeisterung dazu, auch Mut und Hartnäckigkeit waren notwendig, um den Ortsverein ins Leben zu rufen.

Walter Reimann, der Erste Vorsitzende des Ortsvereins und die auf der Gründungsversammlung gewählten Mitglieder des ersten SPD-Ortsvereinsvorstandes Hans-Helmut Köth, Wilfried Schramm, Wilfried Heilemann, Friedhelm Zöller, Klaus Fürstenfeld, Peter Bergmann und Kurt Szepanski, stellten die Weichen und legten das Fundament für eine gute Zukunft der Sozialdemokratie in der rheinhessischen Gemeinde, betonte Simon. Die Gründung wurde auch von der VG-SPD, hier vor allem durch den früheren Verbandsbürgermeister Philipp Jung, aktiv unterstützt. Es bestand ein Interesse an einer flächendeckenden Abdeckung mit SPD-Ortsvereinen. Gleiches galt für die Kreis-SPD, deren Geschäftsführer Udo Reichenbecher zusammen mit dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Günther Leonhart solidarisch und beratend zur Seite standen.

Wolfgang Werner, der später in der Nachfolge von Walter Reimann den Ortsvereinsvorsitz übernahm, gilt es hier als herausragende Persönlichkeit in der Pfaffen-Schwabenheimer Kommunalpolitik zu nennen. Er folgte im Jahr 1991 auf Walter Reiman im Ortsvereinsvorsitz. Er nahm dieses Amt bis 1999 wahr und integrierte auch die Mitglieder aus Biebelsheim, darunter die verdienten Sozialdemokraten Volker Lorenz und Hans-Willi Stiep, im gemeinsamen Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim/Biebelsheim.

Mit Joachim Vetter, der zehn Jahre von 1999 bis 2009 den Ortsverein führte und in Pfaffen-Schwabenheim sowie in der Dorfgemeinschaft gut verankert war, zeigte die SPD weiter ihre Nähe zu den Menschen und ihr Ohr für deren Sorgen und Nöte. Wenn man sich ansehe, welche Themen über den Verlauf der zurückliegenden 40 Jahren eine zentrale Rolle spielten, so würden die Erfolge der SPD deutlich, führte Michael Simon aus. Mit viel Hartnäckigkeit wurde der Hochwasserschutz am Appelbach endlich realisiert. Auch der insbesondere von Wolfgang Werner immer wieder kommunalpolitisch thematisierte Fahrradweg nach Bosenheim konnte gebaut werden. Nicht zuletzt war der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses, für den man sich mit großem Engagement einsetzte, ein Herzensanliegen der SPD.

Seit dem Jahr 2009 führt Michael Simon zusammen mit einem Team aus engagierten Sozialdemokraten den Ortsverein. Auch heute ist die Parteiarbeit vielfältig. Sie reicht von geselligen Veranstaltungen wie dem jährlichen Sommerfest und dem SPD-Ortsvereinsausflug bis hin zu politischen Infoabenden zu lokalen und überregionalen Themen. Ein wichtiger Punkt ist der Kontakt zur jungen Generation im Rahmen der jährlichen Veranstaltung „Jugend trifft Politik“, die in Kooperation mit den Jusos im Kreis Bad Kreuznach angeboten wird. Ziel ist es dabei, ungezwungen mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und sie für die politische Arbeit zu interessieren. Im Sinne der Transparenz der Arbeit ist es in den letzten Jahren immer besser gelungen, die Partei zu öffnen. Vorstandssitzungen finden grundsätzlich mitglieder- und bürgeröffentlich statt. Darauf verwies der Ortsvereinsvorsitzender Michael Simon in seiner Ansprache.

Die Festrede hielt der SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz, der Mut machte für politisches Engagement in politischen Parteien, am besten natürlich in der SPD. Gerade in Zeiten eines immer stärker werdenden Rechtspopulismus sei dies von ganz wesentlicher Bedeutung. Er dankte dem SPD-Ortsverein für sein kontinuierliches Engagement über Jahrzehnte. Dieses sei vorbildlich und verdiene den allergrößten Respekt, erklärte Lewentz. Seinen Glückwünschen schlossen sich auch der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Denis Alt, für den SPD-Gemeindeverband Stephan Karsch und im Namen der Ortsgemeinde und des CDU-Ortsvereins, Hans-Peter Haas an. Weitere örtliche Vereine gratulierten ebenfalls und überbrachten Präsente.