Archivierter Artikel vom 19.05.2021, 12:18 Uhr
Bad Kreuznach

St. Franziska-Stift Bad Kreuznach wird erneut ausgezeichnet

Bereits zum dritten Mal wurde die psychosomatische Reha-Fachklinik St. Franziska-Stift als selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik vom Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet.

Das Foto zeigt (von links) Herr Weiand, Dr. Wilde, Frau Silz, Frau Köhler-Tretbar, Frau Gräff und Frau Anton.
Das Foto zeigt (von links) Herr Weiand, Dr. Wilde, Frau Silz, Frau Köhler-Tretbar, Frau Gräff und Frau Anton.
Foto: Renee Schläfer, St. Franziska-Stift

Diese erneute Auszeichnung gilt für weitere drei Jahre und berechtigt das St. Franziska-Stift das Logo „ausgezeichnet“ des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit zu führen. Bereits 2016 wurde dem St. Franziska-Stift als erster Rehabilitationsklinik in Rheinland-Pfalz die Auszeichnung „Selbsthilfefreundlichkeit“ verliehen. Die Auszeichnung „selbsthilfefreundlich“ erhalten Gesundheitseinrichtungen, die auf der Grundlage klar definierter Qualitätskriterien (1. Selbstdarstellung wird ermöglicht, 2. auf Teilnahmemöglichkeit wird hingewiesen, 3. ein Ansprechpartner ist benannt, 4. zum Thema Selbsthilfe wird qualifiziert und 5. Kooperation ist verlässlich gestaltet) erfolgreich mit Selbsthilfegruppen und der örtlichen Selbsthilfekontaktstelle zusammenarbeiten und hierzu die geforderten Nachweise erbringen. Ein besonderer Aspekt ist hierbei, dass den Rehabilitanden bereits während ihres Aufenthalts im St. Franziska-Stift durch Schulungen, Aufklärung und der Teilnahme an Selbsthilfegruppen ermöglicht wird, die Arbeit der Selbsthilfe kennenzulernen. Das ermutigt viele Betroffene, auch zu Hause eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen.

Nach der letzten Auszeichnung 2018 freuten sich alle Beteiligten über die gute Kooperation und alles verlief bis März 2020 in gewohnter Weise und mit vielen positiven Erfahrungen. Leider kam durch die Corona-Pandemie eine einschneidende Veränderung auf die Kooperationspartner zu. Das St. Franziska-Stift musste den Zugang für alle externen Besucher, ambulante Rehabilitanden und die Selbsthilfegruppenteilnehmer einstellen. Diese Herausforderung zu meistern war für alle Beteiligten sehr schwer und die Kooperation konnte nur noch in Form des Qualitätszirkels unter Beachtung aller Hygienevorschriften stattfinden. Hierbei standen die dringenden Fragen nach Ersatzräumen und die Möglichkeit von Onlinetreffen im Vordergrund. Trotz der Einschränkungen konnte mit allen Beteiligten an zukünftigen Qualitätskriterien gearbeitet werden und die Vorfreude auf ein persönliches Wiedersehen ist groß.

Stolz auf das bisher erreichte sind die Vertreter der zwölf Selbsthilfegruppen (AA-Gruppe, vier Adipositas-Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten, CODA-Gruppe, zwei Gruppen Depression, EA-Gruppe, Fibromyalgie-Gruppe, Lip-Lymphödem-Gruppe, Männergruppe) und für den Kreis Bad Kreuznach die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, KISS Mainz | Der Paritätische, vertreten durch Sabine Silz, sowie die Mitarbeiter des St. Franziska-Stifts. Die Übergabe der Urkunde konnte leider nicht in gewohnter Weise mit einem Festakt begangen werden. Für Eleonore Anton ist dies nun die letzte Auszeichnung, die sie für das St. Franziska-Stift als Selbsthilfegruppenbeauftragte begleitet hat. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten auf Augenhöhe“ wird nun von Sozialarbeiterin Christine Gräff als neue Selbsthilfegruppenbeauftragte das St. Franziskas-Stift weitergeführt.