Archivierter Artikel vom 24.05.2022, 13:26 Uhr
Bad Kreuznsch

Sachspenden an Ukraine-Flüchtlinge übergeben

Vierter erfolgreicher Hilfstransport der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

Die Delegation der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit (von links, hintere Reihe) Bruder Johannes Maria, Michael Hartmann, Bruder Bonifatius Faulhaber und Bruder Timotheus Telega freuen sich gemeinsam mit Pfarrer Mykola, zwei Messdienern und den geflüchteten Kindern über die gespendeten Süßigkeiten – eine kleine Auszeit in den Kriegswirren.
Die Delegation der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit (von links, hintere Reihe) Bruder Johannes Maria, Michael Hartmann, Bruder Bonifatius Faulhaber und Bruder Timotheus Telega freuen sich gemeinsam mit Pfarrer Mykola, zwei Messdienern und den geflüchteten Kindern über die gespendeten Süßigkeiten – eine kleine Auszeit in den Kriegswirren.
Foto: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Am Abend des 19. Mai haben sich die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit Bruder Bonifatius Faulhaber, Bruder Timotheus Telega, Bruder Johannes Maria Krüger und Einrichtungsleiter zweier Einrichtungen, Michael Hartmann, zum vierten Mal auf den Weg in die Westukraine aufgemacht. Gestartet sind die vier Männer in Bad Kreuznach mit insgesamt drei Kleinbussen. Darin transportierten sie viele Sachspenden für die Bedürftigen in der Ukraine. Mit einem geschenkten Kleinbus erfüllten sie Gemeindepfarrer Mykola einen großen Wunsch.

Freitagmittag wurden sie nach 1480 Kilometer Fahrt herzlich in Tscherwonohrad begrüßt. Der dortige Gemeindepfarrer Mykola hatte sich bereits im Februar mit der eindringlichen Bitte um Hilfe an die Ordensgemeinschaft gewandt. Seitdem bemühen sich die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit vielen Helfern unermüdlich bei der Versorgung der zahlreichen Menschen aus der Ostukraine, die in den Ort geflohen sind, und weitere Unterstützung in umkämpften Gebieten.

Beispielsweise wohnen derzeit in einem Kindergarten 50 Familien, Kinder meist mit ihren Müttern und Großmüttern. Das Leitungsteam des großen Kindergartens, normalerweise werden hier 300 Kinder von 55 Mitarbeiterinnen betreut, hatte die besondere Notlage sehr wohl erkannt und die Räumlichkeiten für die Schutzsuchenden zur Verfügung gestellt. Das Erzieherinnenteam und die Kindergartenkinder wurden auf andere Kindergärten in der Stadt aufgeteilt und somit Wohnraum für die verzweifelten Zivilisten aus Luhansk und dem Umkreis von Mariupol geschaffen. Bruder Johannes Maria ist sehr beeindruckt von der Solidarität in der Stadt, aber auch sehr berührt von den Sorgen und Nöten der geflüchteten Kinder: „Selbstverständlich haben wir Lebensmittel, Kleidung und Schulsachen für die Kinder mitgebracht. Wichtig war uns aber auch, kleine Geschenke und Süßigkeiten für sie mitzubringen, damit sie sich einfach mal wieder freuen können.“ Auch Lebensmittel für einzelne, sehr hilfsbedürftige Familien im Ort hatte die Delegation der Franziskanerbrüder dabei, die sie persönlich übergeben haben. Die Feuerwehr in Tscherwonohrad war mit gespendeter Schutzkleidung und speziellen Schuhen bedacht worden, auch einige Soldaten konnten damit ausgestattet werden.

Darüber hinaus organisiert Pfarrer Mykola weiterhin innerukrainische Hilfstransporte, es wurden und werden medizinische Hilfsgüter in umkämpfte Krankenhäuser und Altenheime gebracht, speziell nach Charkiw und Odessa. Der gemeindeeigene Kleintransporter war nun zwischenzeitlich funktionsuntüchtig geworden, händeringend hatte Pfarrer Mykola nach Ersatz gesucht. Bruder Bonifatius konnte auch hier helfen: „Wir haben einen Kleinbus von unserem Kloster Ebernach an der Mosel dabei und schenken ihn der Gemeinde. Er wird für den Weitertransport der mitgebrachten Medikamente und medizinischen Hilfsgüter, die nächste Woche weiter in die Südukraine transportiert werden, dringend benötigt. Vor Ort wird Pfarrer Mykola und sein Team den Kleinbus zum Transport von Menschen mit Behinderung sehr gut nutzen können, da er über eine Hebebühne für Rollstuhlfahrer verfügt. Danke von Herzen an alle, die spenden und helfen. Die Hilfe, die wir leisten können, ist nur möglich, weil viele Menschen in den vergangenen Wochen finanziell und mit Sachspenden unterstützt haben.“ Am 22. Mai ist das Helferteam um Bruder Bonifatius wieder wohlbehalten in Bad Kreuznach angekommen.

Die Franziskanerbrüder möchten gerne weiterhin helfen, da die Not in der Ukraine immer größer wird. Die Lebensmittel vor Ort werden knapper und teurer und die Folgen des russischen Angriffskrieges werden immer gravierender, auch in den nicht umkämpften Gebieten. Daher bitten die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz um weitere finanzielle Unterstützung, damit der fünfte Hilfstransport auch tatsächlich stattfinden kann.

Spendenkonto und weitere Infos zur Ukraine-Hilfe der Franziskanerbrüder im Internet unter www.franziskanerbrueder.de

Pressemitteilung Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz