Archivierter Artikel vom 04.06.2018, 12:08 Uhr
Planig

Riesenpotential: Bau einer Bahnhaltestelle

Der FDP-Stadtverband setzt die Stadtteilbegehung in Planig fort –Dringender Handlungsbedarf bei der Feuerwehr

An einem möglichen Standort der Bahnhaltestelle Planig sind (von links) Dr. Hans Helmut Wilhelm (Beisitzer FDP Stadtverband), Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf, Jürgen Eitel (Vorsitzender FDP Stadtverband) und Emanuel Letz (Schriftführer FDP Stadtverband) zu sehen.
An einem möglichen Standort der Bahnhaltestelle Planig sind (von links) Dr. Hans Helmut Wilhelm (Beisitzer FDP Stadtverband), Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf, Jürgen Eitel (Vorsitzender FDP Stadtverband) und Emanuel Letz (Schriftführer FDP Stadtverband) zu sehen.
Foto: Jens Wichmann

Trotz eines Unwetters trafen sich zahlreiche FDP-Mitglieder mit Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf am 23. Mai im Gasthaus Mayer in Planig, um über die Entwicklung des Stadtteils zu diskutieren. Dabei kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus: Planungsstand neues Feuerwehrhaus (Löschzug KH-Ost), Gestaltung der Ortsmitte, Neubaugebiet Planig, Friedhof, Bahnhaltestelle und die Verkehrsentwicklung Mainzer Straße.

Seit 2016 sollte die Planung des neuen Feuerwehrhauses gegenüber der Möbelfundgrube abgeschlossen sein und die Stadtteile Planig, Bosenheim und Ippesheim rechneten eigentlich mit dem baldigen Baubeginn. Doch bis heute ist nichts geschehen. Auf Rückfrage bei Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer durch Dirk Gaul-Roßkopf kam am 22. Mai die ernüchternde Antwort, dass es Komplikationen gäbe. Dabei ist das aktuelle Feuerwehrhaus in einem desolaten Zustand. Es gibt keine Toiletten, keine Duschen und nur gemeinsame Spinde neben dem Feuerwehrauto in der Zehntscheune. Die FDP sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Diese Zustände sind nicht akzeptabel und fordert die schnelle Umsetzung des Neubaus. Es geht schließlich auch um die Wertschätzung der freiwilligen Helfer in der Feuerwehr und das Einhalten von Richtlinien, die in den aktuellen Räumlichkeiten nicht gegeben sind.

So lange der Neubau des Löschzuges Ost nicht abgeschlossen ist, können die Planiger, so Gaul-Roßkopf, den Ortsmittelpunkt nicht entsprechend planen und gestalten, da die Zehntscheune, in der sich aktuell die Feuerwehr befindet, Bestandteil dieser Planung ist. Hier seien zum Beispiel Veranstaltungsräume im Gewölbekeller für über 200 Personen, Gastronomie, eine Parkanlage, eine Elektro-Tankstelle für Fahrräder und vieles mehr vom Ortsbeirat bereits beschlossen worden. So soll Planig ein Dorfgemeinschaftszentrum erhalten, das den Stadtteil insgesamt aufwertet und nicht nur für den Planiger lebenswerter macht, sondern auch Tourismus anlocken könnte. Schließlich hat Planig nicht nur guten Wein zu bieten, sondern auch eine Geschichte, die zurück bis auf die Merowinger blicken lässt.

Die FDP unterstützt diese Pläne. Der kürzlich im Amt bestätigte FDP-Stadtverbandschef Jürgen Eitel versprach ein Gespräch mit dem FDP geführten Wirtschaftsministerium in Mainz, um über die Finanzierungsmöglichkeiten dieses Projektes zu reden.

Problematisch sieht die FDP auch die fehlende Entwicklung eines Neubaugebietes. So sind zwar einige freie Plätze im Ort vorhanden, diese befinden sich allerdings entweder im Privatbesitz oder sind aufgrund der Lage nicht bebaubar. Nach Aussagen des Ortsvorstehers würden junge Familien gerne in Planig bleiben, wandern aber ab und bauen in den umliegenden Gemeinden. Abhilfe könnte das Gebiet jenseits des Wöllsteiner Weges hinter der Möbelfundgrube Richtung Bosenheim schaffen. Dieses Gebiet ist einfach zu erschließen und liegt komplett in städtischer Hand. Auch hier verspricht Jürgen Eitel die Unterstützung durch die FDP.

Eine weitere Baustelle sieht Gaul-Roßkopf im Friedhof. So wäre es dringend erforderlich, die Wege zu erneuern. Gerade nach starkem Regen sind die Wege nicht zumutbar. Die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Totenhalle sind sanierungsbedürftig.

Riesenpotential sieht der FDP-Stadtverband in einer schon alten Forderung im Bau einer Bahnhaltestelle für Planig. Möglichkeiten bieten sich im Bereich des Gewerbegebietes Felix-Wankel-Straße. Viele Menschen aus Bad Kreuznach pendeln täglich mit der Bahn und dem Pkw ins Rhein-Main-Gebiet. Eine Haltestelle in dem genannten Bereich würde die Innenstadt verkehrs- und emissionstechnisch enorm entlasten, da einige Bürger durch diese Haltestelle eher die Bahn als das Auto nutzen. Auch hier wird der FDP-Stadtverband Kontakte mit dem Wirtschaftsministerium herstellen.

Positive Bilanz zieht Gaul-Roßkopf durch die Einführung der Zone 30 in der Mainzer Straße seit 2015. Im Vergleich zu anderen Straßen in Bad Kreuznach sei es im Rahmen des Verkehrskonzeptes die einzige Straße, die sich im Hinblick auf die Geräuschsemissionen bewährt hat. Wünschenswert wäre eine Erweiterung der 30er Zone bis Ortsausgang Planig Richtung Ippesheim. Jürgen Eitel gratuliert D. Gaul-Roßkopf für diesen Erfolg und sagt ihm auch hier seine Unterstützung durch die FDP-Fraktion zu.

Jürgen Eitel hebt die gute Arbeit des Planiger Ortsvorstehers mit seinem Ortsbeirat hervor und bedauert, dass in diesem Beirat die FDP nicht vertreten ist. Ziel ist es wieder in alle Ortsbeiräte zurückzukehren. Planiger Bürger und Bürgerinnen können sich auch ohne FDP-Mitgliedschaft auf einer FDP-Liste für den Ortsbeirat bewerben. Emanuel Letz