Archivierter Artikel vom 09.07.2019, 16:26 Uhr
Bad Kreuznach

LC 80 Bad Kreuznach wieder auf Radtour

Nach den Alpen, den Pyrenäen, und im vergangenen Jahr den Seealpen, führte die vierte Fernfahrt des LC 80 dieses Mal nach Norditalien, in die Dolomiten.

Das Foto zeigt (von hinten links) Peter Henning, Rainer Meffert, Jörg Gräff, Thomas Hoppenthaler, Wolfgang Jung, Leo Hauck, Thomas Braun, Klaus Kühner, Martin Kroll und (von vorne links) Peter Hüttemann, Helga Bernhard, Maren Schneider, Peter Schneider und Rolf Hennemann in Selva de Cadore.
Das Foto zeigt (von hinten links) Peter Henning, Rainer Meffert, Jörg Gräff, Thomas Hoppenthaler, Wolfgang Jung, Leo Hauck, Thomas Braun, Klaus Kühner, Martin Kroll und (von vorne links) Peter Hüttemann, Helga Bernhard, Maren Schneider, Peter Schneider und Rolf Hennemann in Selva de Cadore.
Foto: privat

Insgesamt hatte die siebentägige Tour eine Länge von rund 720 Kilometer (Tagesdurchschnitt über 100 Kilometer) und 16.000 Höhenmeter (Tagesschnitt rund 2300 Höhenmeter). Das Maximum lag bei rund 150 Kilometer und 2900 Höhenmetern am Tag. Maximale Steigung 20 Prozent (Passo Nigra).

Das Foto zeigt (von links hinten) Klaus Kühner, Peter Hüttemann, Maren Schneider, Helga Bernhard, Martin Kroll, (links Mitte) Jörg, Gräff, Rainer Meffert, Peter Henning, Peter Schneider, Thomas Braun, Thomas Hoppenthaler, Leo Hauck und (vorne links) Wolfgang Jung, Rolf Hennemann auf dem Penserjoch.
Das Foto zeigt (von links hinten) Klaus Kühner, Peter Hüttemann, Maren Schneider, Helga Bernhard, Martin Kroll, (links Mitte) Jörg, Gräff, Rainer Meffert, Peter Henning, Peter Schneider, Thomas Braun, Thomas Hoppenthaler, Leo Hauck und (vorne links) Wolfgang Jung, Rolf Hennemann auf dem Penserjoch.
Foto: privat

Die Route, zusammengestellt von Peter Schneider, sah wie folgt aus:

  • erster Tag: Sterzing bis Tiers (mit Penser Joch, Bozen, Anfahrt zum Nigerpass (Passo Nirgra));
  • zweiter Tag: Tiers bis Corvara (mit Passo Nigra, Karerpass (Passo di Costalunga), Canazei, Sellajoch, Grödner Joch (Passo Gardena)),
  • dritter Tag: Corvara bis Selva di Cadore (mit Passo di Campolongo, Passo Pordoi (Abschluss der Sella Ronda), Passo di Fedaia);
  • vierter Tag: Selva di Cadore bis Ampezzo (mit Passo di Giau, Cortina d'Ampezzo, Passo Tre Croci, Lago di Misurina, Auronzo, Valico di Cima Ciampigotto, Sella di Razzo);
  • fünfter Tag: Ampezzo bis Forno di Zoldo (mit Passo di Mont Rest, Forcella di Pala Barzana, Passo di S. Osvaldo, Longarone);
  • sechster Tag: Forno di Zoldo bis Feltre (mit Passo Duran, Agordo, Passo di Cereda, Passo di Croce d'Aune);
  • siebter Tag: Feltre bis Mestre-Venedig (mit dem letzten großen Hindernis unserer Tour, dem Monte Grappa).

Dazu kamen leider noch ein paar zusätzliche Kilometer, verursacht durch Straßensperren, lokale Rennveranstaltungen und Umplanungen bei den Übernachtungsorten.

Die gesamte Logistik war auf verschiedene Köpfe der Radtruppe verteilt. Neue „Dolomiten Radtrikots“ wurden entworfen. Ein Transportfahrzeug, brachte mit eigenen Fahrern, die Räder sowie das Gepäck, Eigenverpflegung und Reparaturmaterialien zum Startort und später wieder nach Bad Kreuznach, während der Rest der Truppe mit einem gecharterten Bus nachreiste. Auf den Tagesetappen musste dann immer ein Teilnehmer aussetzen und den Begleitbus fahren. Mittags gab es dann ein gemeinsames Picknick um die Batterien wieder aufzutanken. Reine Fahrzeit zwischen vier und acht Stunden. Auf den Flachstücken teilte sich die Gruppe, aus Sicherheitsgründen in zwei Gruppen, der Berg war immer „freigegeben“ um die individuelle Kletterkünste auszuspielen. Am Gipfel fand man sich wieder ein.

Viele bekannte Pässe und Orte befanden sich auf dem Weg, die man vom Skiurlaub oder von anderen Reisen und Wanderungen her kennt. Charakteristisch für die Dolomiten ist der abrupte Wechsel zwischen sanft gewellten Almen und den darauf sitzenden steilen Riffen aus Kalkstein und Dolomit. Höchster Berg der Dolomiten ist die Marmolata mit 3342 Metern Höhe, die wir am Anfang immer wieder im Blickfeld hatten. Bis Cortina d'Ampezzo spürte man die an Pfingsten beginnende Urlaubssaison, weiter südöstlich wurde es merklich ruhiger und einsamer.

Jede Reise hatte ihre Anekdoten. Nachdem es in Feltre am Wochenende eine Radveranstaltung gab und freie Zimmer Mangelware waren, organisierte Klaus Kühner über Freunde Übernachtungsmöglichkeiten, 15 Kilometer vom Ort entfernt, in einem Pilgerkloster. In Forno de Zoldo sprachen die Betreiber der Unterkünfte alle deutsch, was an deren früheren Tätigkeit in einem Eisladen in Hannover lag. Überhaupt machten wir nur sehr gute Erfahrungen mit den Gastgebern und der Bevölkerung. Mit einer 14 Personen starken Radgruppe klar zu kommen ist nicht immer einfach. Der harte Kern ist in den zurückliegenden Jahren zusammengewachsen und eingespielt, neue Teilnehmer beleben die Truppe. Zum Glück hatten wir, außer vier Plattfüßen, keine Defekte. Die Gewitter regneten sich in der Nacht ab. Beste Bedingungen. Ein relativ glimpflich verlaufender Sturz am letzten Tag. Der Betroffene ist schon wieder mit dem Rad unterwegs, im Gegensatz zu unserem Pacemaker Leo, der letzte Woche im Appelbachtal von einem unfallflucht begehenden Autofahrer „abgeschossen“ wurde. Das hätte auch tödlich enden können. Seine Prognosen sind zu Glück positiv.

Nächstes Jahr sind die französischen Alpen in der Planung. Neben den sportlichen Aktivitäten stehen im Verein aber auch Geselligkeit und Spaß weit im Vordergrund. Dafür sind wir bekannt. Die Vereinsatmosphäre ist kameradschaftlich und familiär.