Archivierter Artikel vom 08.07.2021, 14:11 Uhr
Bad Kreuznach

Julia Klöckner verteilt „Pfälzer Grumbeere“

Parallel zur laufenden Frühkartoffelernte im Südwesten setzte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein besonderes Zeichen.

Das Foto zeigt (von links) Julia Klöckner, Alexander Krüger, Inhaber des Rewe Markts, und Johannes Zehfuß, erster stellvertretender Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere.
Das Foto zeigt (von links) Julia Klöckner, Alexander Krüger, Inhaber des Rewe Markts, und Johannes Zehfuß, erster stellvertretender Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere.
Foto: Kai Mehn

Gemeinsam mit Vertretern aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ machte sie im Rewe Markt der Familie Krüger in Bad Kreuznach Kunden und Verbraucher auf die Vorteile und die Bedeutung einer nachhaltigen Versorgung mit gesunden und nah in der Region produzierten Grundnahrungsmitteln aufmerksam. Symbolisch wurde Julia Klöckner vom Vorstandsteam der Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere eine Fuhre der traditionell ersten deutschen Frühkartoffeln aus deutschem Anbau überreicht. Diese Vorlage nutzte die Bundeslandwirtschaftsministerin direkt und verteilte innerhalb einer Stunde rund 100 Zwei-Kilo-Säcke Kartoffeln an die Marktbesucher.

Dass es sich gerade auch im Hinblick auf Folgegenerationen lohne, über den eigenen Tellerrand hinaus zu denken und auch an der Supermarktkasse danach zu handeln, unterstrich Julia Klöckner in vielen Gesprächen mit Verbrauchern. Sie sagte: „Von in Deutschland angebauten Grundnahrungsmitteln profitieren Verbraucher, Handel und Erzeuger in besonderer Weise. Eine gesunde und saisonal abwechslungsreiche Versorgung hat einen unschätzbaren Wert, den wir nur gemeinsam bewahren können, indem wir unsere Landwirte unterstützen.“

Inhaber Alexander Krüger, der am Rand des Stadtkerns mit seiner Familie einen Rewe Markt mit rund 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche betreibt und dort rund 85 Mitarbeiter beschäftigt, betont, dass Regionalität für den Familienunternehmen in der zweiten Generation besonders wichtig sei. „Genau wie auch die mittelständischen Erzeugerbetriebe halten wir die Wertschöpfung, Kaufkraft und damit auch den Wohlstand in der erweiterten Region!“

Trotz der ungewöhnlich kalten Witterung im Frühjahr liegen die 280 aktiven Kartoffelproduzenten im Südwesten mit der Haupternte auf dem Vorjahresniveau. Johannes Zehfuß, stellvertretender Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere, wies darauf hin, dass Frühkartoffel-Anbau vor Ort helfe unnötige Transportwege zu vermeiden. Dank der zentralen Lage der Pfalz und einer hervorragenden Teamleistung der Abpackbetriebe mit den Erzeugern kommen die Kartoffeln aus der Pfalz schnell in den Handel und auf die Tische der Verbraucher. Maß- und Zeiteinheit für eine schnelle Frischelogistik mit kurzen Transportwegen innerhalb Deutschlands wird deswegen meist in Stunden angegeben. Im Gegensatz dazu ist Importware aus dem Ausland in der Regel mehrere Tage und Wochen unterwegs. Bis zum Abschluss der Frühkartoffelsaison am 10. August werden erwartungsgemäß in der Pfalz und den angrenzenden Regionen in Rheinhessen schätzungsweise rund 100.000 Tonnen Frühkartoffeln geerntet.

Die ersten Pflanzkartoffeln wurden bereits Ende Januar unter Folie oder Vlies ausgebracht. Dies sichert den Erzeugern von „Pfälzer Grumbeere“ einen Erntevorsprung von bis zu drei Wochen gegenüber anderen Regionen in Deutschland. Auf dem Erntehöhepunkt Anfang Juli liegen die Absatzmengen bei bis zu 3000 Tonnen täglich. Dies entspricht rund 120 Lkw, die über den Lebensmittelhandel und die Großmärkte bundesweit den Weg zum Verbraucher antreten.