Archivierter Artikel vom 20.02.2020, 14:27 Uhr
Schöneberg

Juleica-Schulung im Walderlebniszentrum Neupfalz begeisterte alle Teilnehmer

Es gibt eine riesige Nachfrage für die Juleica-Schulungen im Kirchenkreis An Nahe und Glan. Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene wollen sich ehrenamtlich in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit engagieren.

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Die Mitarbeiterschulung der Evangelischen Jugend An Nahe und Glan fand dieses Jahr im Walderlebniszentrum Neupfalz bei Schöneberg statt. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen dafür ein außergewöhnliches Problem zu lösen. Es gab deutlich mehr Anfragen von Jugendlichen, als es Betten im Walderlebniszentrum gibt. Dieses ist für 80 Personen ausgelegt. Aufgrund dessen musste entschieden werden, wer nicht an der Schulung teilnehmen konnte. Der Kurs ist das Kernstück der Juleica-Ausbildung (Jugendleiter-Card) der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis An Nahe und Glan.

Die ehrenamtlichen Teilnehmer waren zwischen 13 und 20 Jahre alt und arbeiten in Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen, in Projekten und als Teamer bei Ferienfreizeiten aktiv mit. Dieses Jahr haben Ehrenamtliche teilgenommen, die sich in den Kirchengemeinden Bad Kreuznach, Kirn, Langenlonsheim, Guldenbachtal, Bad Sobernheim, Roxheim, Meisenheim und der Lukaskirchengemeinde Winzenheim engagieren. Jugendliche und junge Erwachsene lernen in der Kinder- und Jugendarbeit gesellschaftliches Engagement und dass es viel Spaß machen kann, sich gemeinsam für andere zu engagieren. Die Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit ist daher immer auch ein Beitrag zur Demokratiebildung junger Menschen und trägt zum Zusammenhalt in der Gesellschaft bei.

Zehn Hauptamtliche aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit und Referent arbeiteten mit 70 ehrenamtlichen jungen Menschen fün Tage lang in 20 Workshops zu den Themen Arbeit in und mit Gruppen, Rolle und Selbstverständnis von Jugendleiter, Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen, Rechtsfragen in der Kinder- und Jugendarbeit, Christliche Spiritualität kennenlernen und erfahren, Upcycling mit Kindern und Jugendlichen, Musik in Gruppen, Poetry Slam, Spiel- und Theaterpädagogik, Natur- und Waldpädagogik sowie neue Medien und Medienpädagogik. Neben den Workshops wurde die Zeit zum Erfahrungsaustausch und zum gemeinsamen Ausprobieren neuer Brett- und Gruppenspiele genutzt. Jeder Tag endete mit einer gemeinsamen Abendandacht, zu der sich die Teilnehmenden in besinnlicher Runde versammelten.

Die jährlich stattfindenden Schulungen werden von Günter Kistner und Anika Weinsheimer vom Jugendreferat des Kirchenkreises An Nahe und Glan gemeinsam mit den hauptamtlichen Jugendmitarbeiter aus den verschiedenen Kirchengemeinden vorbereitet und durchgeführt. Christine Budschat, Katrin Helm-de Wyl, Birgit Subenbordt, Katrin Timpe, Elisabeth Nonnenbroich, Stefanie Demand und Marvin Fuchs wurden durch Julia Hahn, Antonia und Katharina Hapka, Johanna Scholz und Sven-Timo Timpe bei der Gestaltung der Workshops unterstützt.

Um auch den Verantwortlichen aus den Gemeinden einen besseren Eindruck vom Leben und Arbeiten auf der Mitarbeiterschulung zu gewähren, waren diese sonntags zum Pizzaplausch eingeladen. Das Küchenteam mit den Jugendlichen um Ron Budschat leistete auch hier wieder ganze Arbeit. Neben den üblichen Mahlzeiten gab es aus der Küche als Zugabe jeden Abend einen Mitternachtssnack. Nicht nur wegen des guten Essens, sondern auch wegen dieses Umstandes hatte das Küchenteam ein hohes Ansehen bei den teilnehmenden Jugendlichen. In der Auswertungsrunde wurde es dafür mit großem Applaus belohnt.

In der Seminarauswertung betonten die Jugendlichen, dass sie in der Schulung viele Anregungen und neue Ideen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit bekommen haben und in nächster Zeit viele der neu gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umsetzen wollen. Die Mitarbeiterschulung zeichnet sich durch ihre besondere Atmosphäre aus.

Die vielen Neulinge in diesem Jahr wurden sehr herzlich in die Gruppe der Erfahrenen aufgenommen, sodass trotz der Gruppengröße ein harmonisches Miteinander möglich war. Alle freuten sich darauf, andere Jugendliche zu treffen und sich mit diesen gemeinsam für ihre Tätigkeit in der Jugendarbeit zu qualifizieren. Mit diesen Vorzeichen entwickelte sich während der Schulung ein Klima, das von einem Gemeinschaftsgefühl und einem offenen und respektvollen Umgang untereinander gezeichnet war. Alle freuten sich, miteinander zu arbeiten, zu spielen, zu singen und gute Gespräche zu führen.

„Wir sind keine normale sondern eine außergewöhnliche Gruppe. Wir haben ein irres Potential und sind ein tolles Team,“ so drückte es eine der Teilnehmerinnen aus. „Diese Lebenserfahrung stellt eine sehr gute Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit in den Kirchengemeinden vor Ort dar,“ kommentierte Superintendentin Astrid Peekhaus den Geist, dem sie bei ihrem Besuch auf der Mitarbeiterschulung begegnete.