Archivierter Artikel vom 04.06.2019, 08:34 Uhr
Pfaffen-Schwabenheim

Infoabend zum Thema „wohnortnahe Gesundheitsversorgung“ sorgte für reges Interesse

Die Gemeindeschwester plus war Schwerpunktthema bei der SPD in Pfaffen-Schwabenheim – auch das Angebot der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis.

Foto: SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim/Biebelsheim

Über die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Gemeindeschwester plus sowie als weiterem Angebot der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) informierte jetzt der SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim/Biebelsheim zusammen mit dem SPD-Gemeindeverband Bad Kreuznach im Rahmen eines Informationsabends im Pfaffen-Schwabenheimer Dorfgemeinschaftshaus.

Dass die Sozialdemokraten mit dem Überthema der„wohnortnahen Gesundheitsversorgung“ bei den Bürgern auf ein großes Interesse stießen, zeigte der außerordentlich gute Besuch der Veranstaltung und der rege Austausch.

Ulrike Lang, Gemeindeschwester plus in der Verbandsgemeinde Herrstein im Landkreis Birkenfeld, gab als Hauptreferentin einen umfassenden Einblick in ihr Arbeitsfeld. Da es vor allem in ländlichen Regionen nicht selten an passgenauen Angeboten mangele, ist es die Aufgabe der Gemeindeschwester plus entsprechende Angebote vor Ort anzuregen und zu initiieren. Damit soll die Entwicklung gesundheits- und selbständigkeitsfördernder Hilfen in den Kommunen vorangetrieben werden und zwar möglichst frühzeitig und präventiv. Der Schwerpunkt sei das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse der Menschen. Dazu gehörten auch und gerade die Beratung über medizinische und pflegerische Hilfen sowie eine entsprechende Koordination von Hilfen sowie die Anbindung daran. Unerlässlich sei hier die regionale Vernetzung. Ulrike Land berichtete von einer sehr guten Annahme des Angebots der Gemeindeschwester plus.

Nicole Gerhard, die eine Aus- und Fortbildung als Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) absolviert hat und diese Tätigkeit einige Jahre ausübte, gab zu diesem weiteren medizinischen Arbeitsfeld zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung ebenfalls einen interessanten Einblick auf dem SPD-Infoabend. Die VERAH ist an eine Hausarztpraxis angebunden und arbeitet eigenständig in Abstimmung mit dem Hausarzt. Sie ergänzt die hausärztliche Versorgung und die Patientenbetreuung in vielfältiger Weise, ob es um Beratung der Patienten geht, deren grundlegende Versorgung oder um die Kontakthaltung zur Klärung von Hilfebedarfen in der Rückkoppelung mit der hausärztlichen Praxis, um nur einige Felder zu nennen.

Verbandsbürgermeister Marc Ullrich, den die Sozialdemokraten als hauptamtlichen kommunalen Vertreter eingeladen hatten, zeigte sich sehr angetan und aufgeschlossen, was die Etablierung einer Gemeindeschwester plus in der Verbandsgemeinde betrifft. Auch den Ansatz von VERAH begrüßte er ausdrücklich. Er sah darin einen weiteren Baustein medizinischer Hilfen, der letztlich auch die Hausarztpraxen und Hausärzte entlaste. Claudia Maschemer für den SPD-Gemeindeverband und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Michael Simon zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Beide waren erfreut über den hohen Informationsgehalt und die umfangreiche thematische Information.