Archivierter Artikel vom 04.08.2020, 15:18 Uhr

Hochbegabung erkennen und begleiten: Erzieherinnen legen Zertifikatsprüfung ab

Kreis Bad Kreuznach. Die Kleine Füchse Raule-Stiftung nahm ihren Präsenzbetrieb wieder auf: Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln legten zehn weitere Erzieherinnen aus Hüffelsheim und Roxheim ihre Prüfung zur begabungspädagogischen Fachkraft ab.

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Foto: Raule-Stiftung

Im Vorfeld hatte sich die Stiftung ideal vorbereitet gezeigt: Die begabungspädagogische Zertifikatsfortbildung konnte trotz Covid-19 Lockdown unterbrechungsfrei online weitergeführt werden. Die Prüfung zur „Begabungspädagogischen Fachkraft Kleine Füchse“ konnte bereits wieder persönlich und unter Anwesenheit des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung in Wiesbaden stattfinden. Mit neuen, eigenen Schulungsräumen schafft die Stiftung Kleine Füchse wichtige Grundlagen für die Erweiterung des Fortbildungsangebots.

Die Kleine Füchse Raule-Stiftung zeigte sich dank weit im Vorfeld verabschiedeter Digitalisierungsmaßnahmen bereit für den Corona-Lockdown im März des Jahres. Mithilfe von Web-Seminaren und einem Fortbildungskonzept, das den direkten Austausch der Teilnehmer und Lehrpersonen auch online zulässt, konnte die Stiftung mit dem Fokus auf Begabtenerkennung und Begabtenförderung insgesamt weitere 19 Erzieherinnen verzögerungsfrei mit dem Ziel ausbilden, im Juli das Zertifikat „Begabungspädagogische Fachkraft Kleine Füchse“ zu erhalten.

Alle Prüflinge, darunter insgesamt zehn Erzieherinnen aus den Kitas Zauberwind in Hüffelsheim und Birkenstrolche in Roxheim, bestanden die herausfordernde Klausur und überzeugten mit ihren vorgestellten Praxis-Projekten aus der integrativen Begabtenförderung in der Kita. Nach der Verleihung der Zertifikate lobten die neu ernannten Fachkräfte die gute und reibungslose Anpassung an die Corona-Vorgaben und die Verzahnung der digitalen und analogen Elemente ihrer Fortbildung. Doch nicht nur der Digitalisierungsschub unterstützte die Leistungsfähigkeit der Wiesbadener Stiftung in herausfordernden Zeiten mit steiler Lernkurve. Dank neu eingerichteter, größerer Seminarräumlichkeiten im Nachbargebäude des Wiesbadener Verwaltungssitzes konnten die Zertifikats-Prüfungen nach festem Zeitplan und mit den vorgeschriebenen Personenabständen vorgenommen werden. Dank weiterer Lockerungen werden Präsenzfortbildungen nun auch wieder in den stiftungseigenen Räumlichkeiten stattfinden können. Die Web-Seminare kommen dennoch weiter zum Einsatz, insbesondere für das zukünftig bundesweite Seminarangebot.

Gudrun Wiest, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung und Kita-Pate von mehr als 50 Einrichtungen in den Regionen Kirn, Bad-Kreuznach und Idar-Oberstein: „Nach mehr als zwölf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit der Bürkle-Stiftung mit der Stiftung Kleine Füchse ist es besonders wichtig, die laufende Projektarbeit nicht zu unterbrechen oder zu verzögern. Es ist gut, digitale Kompetenz und Sicherheit zu haben. Es ist aber ebenso wichtig, dass unsere Erzieher im Raum Kirn, Idar-Oberstein und Bad Kreuznach weiter vernetzt sind und auch wieder persönlich in Wiesbaden oder vor Ort bei uns im Pädagogischen Forum zusammenkommen können. Schätzungsweise 50 Prozent begabter und hochbegabter Kinder aus allen sozialen Schichten werden nicht entdeckt, nicht gefördert und gehen unserem Land damit verloren. Um dem andauernden zukünftigen Fachkräftemangel vorzubeugen, gilt es also weiterhin, Begabungen und Hochbegabung früh zu erkennen und zu fördern.“