Archivierter Artikel vom 13.08.2020, 13:06 Uhr

Helmut Martin fordert Innovationspreis für Weintourismus – eine von vielen guten Impulsen aus Gesprächen der Sommertour

Kreis Bad Kreuznach. Der Kreuznacher Landtagsabgeordnete Dr. Helmut Martin beendete kürzlich seine dreiwöchige Sommertour durch den Wahlkreis.

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Foto: CDU

„Es waren intensive und spannende drei Wochen zu drei verschiedenen Themen, die aber zusammen gedacht werden müssen“, resümiert Dr. Martin die knapp 50 Termine, die er mit seinem Team absolviert hat.

Die wichtigste Erkenntnis: „Natur, Kultur und Wein im Kreis bieten große Potentiale für den Tourismus. Wenn wir die Region als touristische Attraktion erfolgreicher bekannt machen und mehr Gäste gewinnen, bringt das nicht nur unmittelbar wirtschaftliche Vorteile, sondern macht unsere Heimat auch für Unternehmen und Fachkräfte attraktiver. Die Grünen Berufe sind dabei zur Landschaftspflege und zum Beispiel für den Weintourismus unverzichtbar.“ Drei Wochen, drei Themen – ein roter Faden. Die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Branchen birgt neues Potential für die Nahe-Region.

In der ersten Woche der Sommertour lag der Fokus auf dem Tourismus und all seinen Facetten. Ziel war es, die Region aus den Augen eines Touristen zu bereisen und mit den Menschen vor Ort und mit Tourismusfachleuten ins Gespräch zu kommen. „Bei den Wanderwegen wurden schon gute Fortschritte erzielt. Natur und Topografie der Region legen es nun nahe, dass wir auch das Angebot für Radtouristen und insbesondere zum Beispiel das Mountainbiking ausbauen, natürlich ohne Störung für die Wandertouristen. Daneben bietet die Gegend auch kulturelle Glanzpunkte“, schwärmt Dr. Martin von der Naheregion und ergänzt, „viele Attraktionen, wie die einzigartige Felseneremitage bei Bretzenheim, das Steinskulpturenmuseum in Ebernburg oder das Orgel-Art-Museum, aber auch der Flowtrail und der Hunsfels-Tauchsee bei Stromberg sind touristisch aber noch nicht oder nicht ausreichend entwickelt oder einem breiteren Publikum präsent. Selbst Einheimische kennen solche Attraktionen oft nicht. Das zeigt, wie wichtig die bessere Vernetzung aller Marktteilnehmer ist. Ich bin daher froh, dass der von mir ins Leben gerufene “Runde Tisch Tourismus„ durch die Landrätin Bettina Dickes fortgeführt wird. Beim nächsten Termin werde ich dort ausführlicher über die Erkenntnisse der Sommertour berichten“.

Seine Besuche bei Anbietern, die MenschMartin-Veranstaltungen und die vielen Gespräche während der Tour haben ergeben, dass konkret im Weintourismus noch größeres Potential liegt, um mehr zahlende Übernachtungsgäste an die Nahe zu locken. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass ein Innovationspreis Weintourismus ausgelobt wird. Andere Regionen sind uns da noch etwas voraus“, kündigt Helmut Martin an. Die Attraktivität als Urlaubsregion bringt aber noch andere Vorteile. Je mehr Gäste hierherkommen und die Gegend schätzen lernen, umso leichter tun sich die Unternehmen bei Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal. „Und die Fach- und Führungskräftegewinnung ist eines der zentralen Probleme der Unternehmen. Das haben meine Gespräche und Betriebsbesuche bestätigt“, fasst der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion wichtige Erkenntnisse der zweiten, von dem Thema Wirtschaft geprägten Woche der Sommertour zusammen.

Die „Grünen Berufe“ und andere Anbieter entlang der Wertschöpfungskette „Vom Acker bis zum Teller“ spielen dabei aus Sicht des Abgeordneten eine unverzichtbare Rolle. Die dritte Woche der Sommertour brachte für Helmut Martin dank diverser Möglichkeiten zu Mitarbeit in Betrieben einen tieferen Einblick in die immer wieder aufkommende Debatte um unterschiedliche Interessen von Produzenten und Konsumenten. In Konsequenz der dreiwöchigen Sommertour bleibt in diesem Kontext ebenfalls noch Entwicklungspotential für die Tourismusregion Nahe: „Wir haben hier begeisterte Winzer und tolle Weine genauso wie aufstrebende oder auch schon etablierte Betriebe im Bereich Kulinarik. Außerdem gibt es ein hervorragendes Angebot von regionalen Lebensmitteln. All das gehört zu einer “Wohlfühl-Urlaubsregion„ dazu. Hier schließt sich der Kreis wieder zu Tourismus und Wirtschaft“, so Helmut Martin, der nun die Sommetour weiter auswerten und dazu mit den vielen Gesprächspartnern in Kontakt bleiben will, um einzelne Fragen auch im Rahmen seiner parlamentarischen Tätigkeit zu bearbeiten.