Trier

frieden.beWEGt! Solidarisch unterwegs vom Europadenkmal in Berus nach Trier

Schritte auf dem Weg des Friedens wagen – dieser Einladung zu Pilgertagen im Herzen Europas folgten 14 Frauen und Männer.

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Bistum Trier

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Sie nahmen kürzlich an den Wanderexerzitien der Diözesanstelle „Geistlich Leben“ im Bistum Trier teil und legten 95 Kilometer zu Fuß vom Europadenkmal in Berus bis nach Trier zurück. Unter dem Motto „frieden.beWEGt!“ verstand sich die Veranstaltung als ein geistlicher Beitrag im Rahmen von 75 Jahren Kriegsende und Frieden in Europa. Die Pilger folgten dabei nicht nur auf weiten Strecken dem europäischen Saar-Wanderweg, sondern setzten sich auch inhaltlich und persönlich mit der Frage nach Frieden auseinander. Begleitet wurden die Exerzitientage von Pastoralreferent Sandro Frank und Pastoralreferentin Judith Schwickerath.

Ausgangspunkt und Startpunkt der gemeinsamen Pilgertage war das Europadenkmal im saarländischen Berus. Auf dem Gipfel des Linsenhügels stimmten sich die Teilnehmer auf die vor ihnen liegenden Tage ein und begannen ihren Pilgerweg – wie einst der Initiator des Denkmals Helmut Bulle – als Weltbürger. Der erste Tag führte die Pilgergruppe über Streckenabschnitte des Grenzblickwegs zum deutsch-französischen Ort Leidingen, der von einer grenzüberschreitenden Nachbarschaft, Lebendigkeit und Vielfalt geprägt ist. Das von Alfred Gulden gestaltete Grenzblickfenster nahmen die Teilnehmer als Einladung an, den eigenen Blick zu weiten, Grenzen zu überwinden und Anderes bewusst in diesen Tagen in den Blick zu nehmen. Der Weg führte in den folgenden Tagen über Dreisbach zur Saarschleife und von dort über Taben-Rodt, Saarburg und Konz bis zum Pilgerziel nach Trier.

Auf ihrem Pilgerweg erinnerten sich die Teilnehmer nicht nur an die besonderen Gedenktage im Jahre 2020 wie 75 Jahre Kriegsende, 35 Jahre Schengenabkommen und 30 Jahre Mauerfall. Vielmehr luden die Pilgertage dazu ein, den Fragen „Was bedeutet Frieden?“ und „Was braucht es, damit Frieden wachsen kann – in mir und in der Welt?“ nachzuspüren. Bis heute, und wiederum neu angestoßen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und aktuelle weltpolitische Entwicklungen, bleibt die Frage nach Frieden höchst aktuell – in jedem Menschen, im persönlichen Leben, im Kontakt mit den Mitmenschen und nicht zuletzt in der Frage des Zusammenlebens als gesamte Menschheitsfamilie auf der Erde. Biblische Texte, Psalmübersetzungen des niederländischen Theologen Huub Oosterhuis und europäische Lyrik gaben weitere Impulse, die verschiedenen Facetten von Frieden näher zu betrachten und mit dem eigenen Leben in Berührung zu bringen.

Neben der Auseinandersetzung mit dem Friedensgedanken begleitete der Grundgedanke des solidarischen Unterwegsseins die Gruppe auf ihrem Weg nach Trier unter anderem in den täglichen Reflexionsrunden. Zudem nahmen die Pilger die Anliegen der Menschen, denen sie auf ihrem Weg begegnet sind, im Gebet mit nach Trier.

Informationen zu weiteren Veranstaltung der Diözesanstelle „Geistlich Leben“ finden Sie unter www.geistlichleben.de.