Archivierter Artikel vom 02.04.2019, 14:51 Uhr
Bad Kreuznach

Förderverein erhielt Spende für Bauwagenplatz

Der Bauwagenplatz wurde 2012 vom Förderverein Bastgässjer, der als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt ist, auf dem ehemaligen Skaterplatz eingerichtet.

Das Foto zeigt (von links) Micha, Peter Scholten, Hans Oehler und Klaus.
Das Foto zeigt (von links) Micha, Peter Scholten, Hans Oehler und Klaus.
Foto: Förderverein Bastrgässjer

Der Platz nimmt obdachlose Menschen auf und gewährt ihnen eine Unterkunft und Betreuung. Durch die dabei erlebte Wertschätzung sollen sie mehr Lebensmut entwickeln und eine Veränderung ihres Lebens für möglich halten. Das heißt wieder eine eigene Wohnung beziehen und alleine für sich sorgen.

Die Anfänge waren mehr als bescheiden, vor allem der sanitären Bereich. Mittlerweile gibt es einen Sanitär-Container, in dem täglich gewaschen und geduscht werden kann. Die Installation der Stromversorgung zog sich über Jahre hin und ist jetzt abgeschlossen: Jeder hat eine eigene Steckdose und Stromzähler.

Auf dem Platz leben zwischen sechs und zehn Personen in Wohnwagen. Ein stetiger Wechsel bringt hohe Anforderungen an die Betreuung. Bei den vielen Bewohnern stellt die Sicherung von Ordnung und Sauberkeit eine Herausforderung dar. Ein Platzmeister kümmert sich um die gemeinsam zu leistenden Arbeiten. Beim monatlichen Palaver werden alle Probleme ausdiskutiert.

Wer sich nicht an die Platzregeln hält, muss den Platz verlassen. Leider fehlt dafür manchmal die Einsicht. So musste der Verein vor dem Amtsgericht einen Zivilprozess führen um einen Bewohner vom Platz zu bekommen. Seine in der Öffentlichkeit aufgestellt Behauptung „er würde durch die Kündigung obdachlos werden“ trifft nicht zu. Er hätte in die Eremitage übersiedeln können.

Kürzlich war ein erfreulicher Tag für den Bauwagenplatz. Die Sparkasse Rhein-Nahe, vertreten durch ihren Direktor Scholten und den Pressesprecher Stoß, überbrachten persönlich eine Spende über 1000 Euro. Diese Summe wird für die Pflasterung um den Sanitärcontainer eingesetzt werden.

Der Vorstand betont, dass der Verein mit dem Bauwagenplatz eine öffentliche Aufgabe wahrnimmt. Es gehe daher nicht an, dass er weiterhin durch Spenden dieses Hilfsangebot aufrecht erhält. Die Stadt und das Job-Center bezahlen derzeit monatlich 30 Euro Platzgebühren (und das noch nicht einmal für alle Bewohner). Das sei gelinde gesagt eine Unverschämtheit, betont der Vorsitzende Hans Oehler. Der Verein ist dabei die Kosten zusammenzustellen. Dies werden wenigsten 100 Euro monatlich sein.