Bad Kreuznach

Dr. Helmut Martin und Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt im Gespräch

Foto: CDU

Im Rahmen seiner Sommertour im vergangenen Jahr hatte der Kreuznacher Landtagsabgeordnete Dr. Martin die historische Festungsanlage Ebernburg im Bad Kreuznacher Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg besucht.

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Daran anknüpfend besprach sich der CDU-Abgeordnete nun ausführlich mit Prof. Dr. Bechtold, Vorsitzender der Ebernburg-Stiftung, über die Stiftungsarbeit und die touristischen Potenziale an der Nahe. „Unsere wunderschöne Heimat ist reich an tollen touristischen Schätzen, wie die Stromburg, die Felsen-Eremitage, die Bad Kreuznacher Brückenhäuser, der Rheingrafenstein oder Rotenfels und Lemberg mitsamt Schmittenstollen – diese gilt es noch besser erlebbar und einem größeren Publikum bekannt zu machen“, so Martin, „die Ebernburg gehört für mich mit dazu.“

Prof. Dr. Bechtoldt, seinerseits Theologe und Pädagoge und mittlerweile seit 25 Jahre Stiftungsvorsitzender, informierte den wirtschafts- und verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Martin darüber, dass die Ebernburg-Stiftung als Eigentümerin der imposanten Burganlage und sie umgebender Liegenschaften bereits seit 107 Jahren für das Wohl der Burg sorge. „Was uns im Stiftungsvorstand sehr motiviert, ist einerseits ein gutes überregionales Interesse, andererseits die Verbundenheit der in unmittelbarer Nähe lebenden Bevölkerung mit der traditionsreichen Burganlage. Das wiederum stellt eine hohe Verpflichtung für Aktivitäten der Stiftung dar“, erklärt Bechtold die Aufgaben der Ebernburg-Stiftung.

Kontinuierlich ist die Stiftung damit beschäftigt, die hohe geschichtliche Bedeutung der Burg, unter dem bekannten Reichsritter Franz von Sickingen während der Reformationszeit auch als „Herberge der Gerechtigkeit“ bekannt, herauszustellen und die Bausubstanz der mit fast einem Hektar großen weitläufigen Festungsanlage zu bewahren. „Dazu benötigen wir auch ein permanentes Netzwerk beratender Unterstützer auch aus dem politischen Raum“, führt Prof. Bechtold fort. Um die finanziellen Auslagen zu decken, sind Teile der Ebernburg an eine Familienferien- und Bildungsstätte mit Beherbergungsbetrieb und an eine Jagdschule verpachtet. Hinzu kommen jährliche Veranstaltungen und wissenschaftliche Vorträge durch renommierte Universitätshistoriker, deren Ergebnisse dann in stiftungseigenen Publikationen dokumentiert werden.

Die Corona-Pandemie hat auch auf der Ebernburg ihre Spuren hinterlassen. „Wir wünschen der hier als Pächter etablierten Evangelischen Familienferien- und Bildungsstätte und den Beherbergungsbetrieben im Dorf bei neuer Normalität im Fremdenverkehr wieder gute Nachfragen und hohe Belegungszahlen. Es ist viel aufzuholen“, so Bechtold. „Nach den Rückschlägen durch die Corona-Pandemie muss und kann das in der Nahe Region vorhandene außerordentliche (wein)-touristische Potential massiv ausgebaut werden. Erste Beiträge dazu wurden durch den von mir initiierten Runden Tisch Tourismus und dem Innovationspreis Weintourismus schon auf dem Weg gebracht“, so Martin abschließend.