Archivierter Artikel vom 02.12.2019, 14:56 Uhr
Wöllstein

DPSG traf sich zur Stammesvollversammlung

In der Pfarrgruppe Rheinhessische Schweiz gibt es seit über zwölf Jahren die Georgspfadfinder, die sich wöchentlich in Wöllstein und in Fürfeld in insgesamt sieben Gruppen treffen.

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Foto: DPSG

Die jährliche Stammesvollversammlung, die kürzlich im Remigiusheim in Wöllstein stattfand, war in diesem Jahr durch mehrere Wahlen und die erstmalige Anwesenheit der Biber geprägt. Die Biber sind die jüngste, noch nicht offizielle, Stufe der fünf Stufen des Jugendverbandes der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Deutschland und eben dann auch im Bistum Mainz, zu welchem die Region Rheinhessen ja gehört. Biber sind vier bis sieben Jahre alt. Dann folgen immer im Drei-Jahresabstand die Stufen Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover, die Stufe der jungen Erwachsenen, die bis zum 21. Lebensjahr andauern kann.

Erst ab 18 ist es möglich, regulär als Leiter oder Leiterin bei den Pfadfindern tätig zu werden. Der Vorstand wird immer für drei Jahre gewählt und setzt sich nach Möglichkeit aus drei volljährigen Personen zusammen. In Wöllstein ist nach über zwölf Jahren Paul Klaperski nicht mehr zur Wahl angetreten. In den Vorstand wurden Simone Biegner aus Gensingen und Jasmin Bader aus Wöllstein gewählt. Weiterhin Pfarrer Harald Todisco als Kurat, der sich besonders um die geistlichen Belange im Stamm zu sorgen hat. Als gleichberechtigtes Vorstandsmitglied ist er auch weiterhin für die Kasse verantwortlich. Als Kassenprüfer konnten für die nächsten zwei Jahre Kim Rieber aus Bad Münster und Marita Rößler aus Wöllstein gewählt werden. Abgeschlossen wurden die Wahlen durch die Wahl der Elternverterter: Diese Aufgabe haben Dirk Lenhard aus Neu-Bamberg, Sybille Schweig aus Frei-Laubersheim und Malgorzata Szweda aus Gumbsheim übernommen.

Paul Klaperski präsentierte den Jahresrückblick mit den Höhepunkten Sommerlager in Tiefenthal, Pfingstlager in Westernohe und dem Besuch des Kirchentages in Dortmund. „Das Wichtigste am Pfadfinden sind gewiss die wöchentlichen Gruppenstunden, die in ihrer Vielfalt und Regelmäßigkeit das Hauptziel der DPSG umsetzen: Selbsterziehung durch Erfahrung der in Vielfalt, Toleranz und Internationalität gelebten Gemeinschaft“, betont Todisco, weshalb er auch allen Leitern für ihren wöchentlichen Einsatz dankt.

Der letzte Glanzpunkt 2019 wird die Abholung des Friedenslichtes am dritten Advent in Mainz sein, das dort um 15 Uhr im Dom ausgesandt werden wird. Begonnen haben auch die Vorbereitungen für das große Diözesanlager in Immenhausen bei Kassel, welches vom 3. bis 14. August stattfinden wird.

Die Vollversammlung endete gegen 18 Uhr nach gut einer Stunde mit Würstchen und Brötchen für etwa 50 großen und auch kleinen Pfadfinder, die gekommen waren. Dass der Vorstand jetzt weiblicher geworden ist, entspricht auch der Tatsache, dass es in den Kinderstufen sowohl bei den Wölflingen, den sieben- bis zehnjährigen als auch bei den Jungpfadfindern mehr Mädchen als Jungen gibt. „Die DPSG legt als demokratischer und koedukativer Verband großen Wert auf das gleichberechtigte Miteinander der Geschlechter, Generationen und auch Religionen. Wir sind froh, dass sowohl Muslime, Konfessionslose, Evangelische und Katholiken unserem Stamm angehören. Entscheidend ist allein die Bereitschaft zum geschwisterlichen Miteinander, nicht nur in den Gruppenstunden oder Lagern“, erklärt Todisco.