Bad Kreuznach

Die Gesellenprüfung der Friseure fand wie gewohnt statt

Friseure prüfen auch in Corona Zeiten – Umzug vom neu gestalteten Friseurraum in die Bauhalle.

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Das Foto zeigt (von rechts) Dietz und Lewisch (Obermeister und Stellvertreter) und Hauptgeschäftsführer Mayer,
(von links) Vorstandsmitglieder der Friseur- und Kosmetiker-Innung Rhein-Nahe-Hunsrück und (Mitte) neue Friseure im Landkreis.
Das Foto zeigt (von rechts) Dietz und Lewisch (Obermeister und Stellvertreter) und Hauptgeschäftsführer Mayer, (von links) Vorstandsmitglieder der Friseur- und Kosmetiker-Innung Rhein-Nahe-Hunsrück und (Mitte) neue Friseure im Landkreis.
Foto: Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück

Die aktuelle Corona-Pandemie zwingt uns alle zur Anpassung unseres alltäglichen Lebensstils und zur Änderung unserer Gewohnheiten in der Gesellschaft. Der Berufsalltag ist für viele Angestellte unterschiedlichster Gewerke neu und nicht immer einfach.

Seit dem 4. Mai arbeiten die Friseurbetriebe unter erschwerten Bedingungen. Erhebliche Mehrkosten zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sind die Folge. Darunter gehören zum Beispiel Kosten für Einwegartikel (Umhänge, Masken), Sichtschutz oder Flächen- und Gerätedesinfektionen nach jedem Kunden. Außerdem sind der Verlust von Bedienplätzen wegen der Abstandsregelung und der zeitliche Personalaufwand für Desinfektionen oder Terminierungen weitere, kostenrechnerisch schwierig messbare Mehraufwendungen.

Mit Beginn der gesetzlichen Lockerungen haben Matthias Dietz, Obermeister der Friseur- und Kosmetiker-Innung Rhein-Nahe Hunsrück und sein stellvertretender Obermeister Hans-Peter Lewisch, der zugleich Prüfungsvorsitzender ist, ein Konzept entwickelt, wie die Abschlussprüfungen stattfinden konnten. Weil an lebenden Modellen gearbeitet wird sind die Gesellen- und Meisterprüfungen ebenfalls von den gesetzlichen Vorschriften für Friseur- und Kosmetiksalons betroffen.

Für die Prüfungen konnten die Friseure Glück die mobilen Bedienungsplätzen aus dem neu gestalteten Friseurraum in der Bauhalle der Kreishandwerkerschaft nutzen. Die Einhaltung der Abstände erfolgte in der sanierten Bauhalle ohne Probleme. Jeder Prüfling musste seine Modelle in seinem abgegrenzten Bereich bearbeiten. Jeder musste die Anwesenheit selbst dokumentieren, sodass im Falle eines Falles nachvollzogen wird, wer sich wann und wo aufgehalten hat. Diese Dokumentationsverpflichtung ist mittlerweile unbeliebte aber gelebte Praxis in jedem Salon.

Trotz dieser widrigen Umstände haben alle 14 Prüflinge ihre praktische Prüfung bestanden. Zwei von ihnen mit der Note zwei, sodass diese Auszubildenden am Landesentscheid der Friseure in Koblenz teilnehmen dürfen. Dafür wünscht die Friseur- und Kosmetikerinnung Rhein-Nahe-Hunsrück den Teilnehmern schon jetzt alles Gute.

Einen großen Dank richtet die Innung an die Kolleginnen der Kreishandwerkerschaft und an die Obermeister der Elektro- und Sanitärinnung, Rolf Steffen und Simon Henkel, die bei der Einrichtung der Bauhalle behilflich waren. Getreu dem Motto: Handwerk hilft Handwerk!