Archivierter Artikel vom 03.04.2018, 15:44 Uhr
Kreis Bad Kreuznach/Bad Sobernheim

Der SPD-Kreisvorstand traf sich in Bad Sobernheim

Programmschwerpunkte, Personalentwicklung und Organisationspolitik im Zentrum der Parteiarbeit.

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der SPD-Kreisvorstand zu bewältigen. Dieser traf sich unter der Leitung des SPD-Kreisvorsitzenden Denis Alt im „Cafe am Nohfels“ in Bad Sobernheim. Zunächst berichteten die Vertreter aus der VG-Rüdesheim und der VG-Bad Kreuznach über die vor dem Hintergrund der Kommunal- und Verwaltungsreform dort notwendig gewordenen jüngsten Wahlen. Bei den Kommunalwahlen in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach konnte die SPD ihre Sitzzahl von neun Sitzen halten. Große Freude löste der Wahlsieg des von der SPD unterstützten parteilosen Kandidaten Marc Ullrich aus. Dieser hatte in der Stichwahl am 18. März knapp die Nase vor der CDU Kandidatin Andrea Silvestri gehabt.

Bedauert wurde, dass es in der Verbandsgemeinde Rüdesheim trotz einer guten inhaltlichen Arbeit der SPD zu einer absoluten CDU-Mehrheit gekommen ist. Das Ergebnis werde weiter aufgearbeitet und besprochen, ebenso der kommunalpolitische Fahrplan für die künftige Ratsarbeit, wie Markus Stein ausführte.

Der SPD-Kreisvorstand hat sich im nächsten halben Jahr bis zur Neuwahl des kompletten Vorstandes noch einiges vorgenommen. So gelte es nach den schwierigen Monaten auf der Bundesebene und leidenschaftlichen Debatten um den Eintritt in die Regierung den Erneuerungsprozess auf allen Ebenen der Partei voranzutreiben. Drei Bereiche, wo man hier unbedingt ansetzen möchte, habe man klar identifiziert, wie SPD-Kreisvorsitzender Denis Alt in der Sitzung betonte. Es handelt sich dabei um die Bereiche Programmarbeit, Personalentwicklung und Parteiorganisation. Hierzu wurden jeweils Projekt- und Arbeitsgruppen mit klaren Verantwortlichkeiten gebildet. Zusammen mit Vertretern aus den Parteigliederungen vor Ort möchte man konzeptionelle Überlegungen anstellen und Ideen sammeln. Carsten Pörksen übernimmt und koordiniert die Arbeitsgruppe Programmarbeit, Denis Alt zeichnet sich verantwortlich für den Bereich Personalentwicklung sowie Michael Simon und Peter Grüßner für den Komplex Parteiorganisation.

Geplant ist in den nächsten Wochen auch ein Treffen und ein Austausch mit Neumitgliedern der Partei. Dieses wird gerade vorbereitet. Es soll in einer lockeren und bewusst nicht formalisierten Atmosphäre stattfinden. Das fördere sinnvollerweise den guten und ungezwungenen Austausch, war man sich im Kreisvorstand der Sozialdemokraten einig.

Die beiden Juso-Kreisvorsitzenden Johanna Körper und Christoph Eß, informierten unter dem Punkt „Berichte aus den Arbeitsgemeinschaften“ über die vielfältige und aktive Arbeit der Jusos. Auch in diesem Jahr plant der SPD-Nachwuchs wieder eine Bildungsfahrt in eine Institution beziehungsweise eine Betriebsbesichtigung, voraussichtlich im sozialen Bereich. Ebenso sucht man die inhaltliche Kooperation mit anderen politischen Jugendverbänden, wie etwa der grünen Jugend. Geplant ist auch ein Besuch im rheinland-pfälzischen Landtag. Nicht zuletzt geht es der SPD-Jugendorganisation um einen aktiven Kampf gegen Rechts. Kommunalpolitisch möchte man junge Leute für die Gremienarbeit gewinnen und sie darauf vorbereiten. In den Arbeits- und Projektgruppen des SPD-Kreisverbandes werden die Jusos aktiv mitarbeiten.

Grundsätzlich sei es der Anspruch des SPD-Kreisvorstandes die Arbeitsgemeinschaften der Partei und deren Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Diese leisteten neben den Ortsvereinen ein wichtigen politischen Beitrag in der Parteiarbeit und ermöglichten einen ganz eigene inhaltliche Akzentsetzung und fachpolitische Spezialisierung, war man sich im SPD-Kreisvorstand einig.