Bad Kreuznach

Christlich Ambulanter Hospizdienst ist sicher und sichtbar unterwegs

PKW des ökumenischen Dienstes wurde in einer Feierstunde eingesegnet.

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Das Foto zeigt Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib und Pfarrer Baldur Stiehl.

Christlich Ambulanten Hospizdienst

Das Gruppenfoto von der Feierstunde zeigt Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib und Pfarrer Baldur Stiehl, den Caritas-Vorstandsvorsitzende Paul Kaiser (Fünfter von links), Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel (Siebte von links) und die Fördervereins-Vorsitzende Barbara Hallermann (vorne rechts).

Christlich Ambulanter Hospizdienst

Das Foto zeigt die Einsegnung durch Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib, links von ihm steht Pfarrer Baldur Stiehl.

Christlich Ambulanter Hospizdienst

Der Christlich Ambulante Hospizdienst an der Nahe begleitet sterbende Menschen und deren Angehörige im gesamten Kreis Bad Kreuznach. 2019 summierte sich die Zahl der Begleitungen auf 150. Für das laufende Jahr zeichnet sich bereits ebenfalls eine dreistellige Zahl ab. Allein die fünf hauptamtlichen Hospiz-Fachkräfte, die erste Ansprechpartner für Betroffene sind und die Einsätze der 40 Ehrenamtlichen koordinieren, fahren dabei jedes Jahr durchschnittlich rund 30.000 Kilometer im Kreisgebiet umher.

Jüngst war ein neuer Kleinwagen erforderlich geworden, der nun in einer Feierstunde eingesegnet und seiner Bestimmung übergeben wurde. Dem Charakter des ökumenischen Dienstes entsprechend gestalteten Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib, Katholische Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach/Norheim und Pfarrer Baldur Stiehl, Evangelischer Kirchenkreis an Nahe und Glan, den spirituellen Teil der Feier miteinander.

In ihrer Begrüßung hob Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel hervor, dass drei „Bausteine“ die Anschaffung ermöglicht hatten: Der „Förderverein Christlich Ambulanter Hospizdienst“ hatte sich genau wie die beiden Hospizdienst-Träger – Evangelischer Kirchenkreis und Caritasverband – finanziell beteiligt. „In Zeiten wie dieser ist es umso wichtiger, dass wir zu den Menschen kommen – und dabei auch gesehen werden“, betonte die Caritas-Chefin. Damit verwies Müller-Ensel indirekt auf ein Anliegen der christlichen Hospizarbeit: die Hospiz-Idee zu verbreiten und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Sterben sehr wohl ein Teil des Lebens ist. So lautet der Leitspruch des Hospizdienstes „Leben braucht Liebe – Sterben auch.“

Pfarrer Baldur Stiehl verband alsdann zwei Texte der Aussendung, einer aus dem Markus-Evangelium, einer aus der Feder des 1945 in Berlin-Plötzensee von den Nationalsozialisten hingerichteten Pfarrers Alfred-Delp und stellte sie in Zusammenhang mit dem hospizlichen Tun: „Auch diejenigen, die im Hospizdienst aktiv sind, warten nicht, bis einer kommt“, so Pfarrer Stiehl. Vielmehr sei es ihre Mission, „hinauszugehen zu den Menschen, um sie die Güte und die Nähe Gottes spüren zu lassen.“

Pfarrer Kneib betonte, dass sein Akt der Einsegnung natürlich nicht dem bloßen Fahrzeug gelte, sondern denen, die damit unterwegs sind. „Und wir erbitten zugleich Gottes Segen auch für den Dienst“, fügte er an. In den Fürbitten, die der katholische Geistliche vortrug, bedachte er also die Haupt- und Ehrenamtlichen des Hospizdienstes sowie Kranke und ihre Angehörigen. Schlussendlich bat er dann um Gottes Beistand bei allen ökumenischen Unternehmungen. Den anschließenden geselligen Ausklang nutzte mancher, um sich näher über die Aktivitäten des Hospizdienst-Fördervereins zu informieren. Dessen Vorsitzende Barbara Hallermann stand bereitwillig Rede und Antwort. Mehr zur Arbeit des Christlich Ambulanten Hospizdienstes an der Nahe gibt es unter Telefon 0671/83828-34 beziehungsweise -35, Hospiz-Büro Bad Kreuznach oder unter Telefon 06752/912074, Hospiz-Büro Kirn.