Wallhausen/Waldböckelheim

Berufswahl: Eine schwierige Entscheidung für Jugendliche

Die Geschwister Scholl Schule hat ein Praxistagprojekt umgesetzt.

Lesezeit: 2 Minuten
Foto: privat

Ein Praxistagprojekt bot einem Team der FAW (Fortbildungsakademie der Wirtschaft) aus Bad Kreuznach die Möglichkeit, mit Jugendlichen zu ihren Stärken, der Berufswahl und den Voraussetzungen für die Ausbildung ins Gespräch zu gehen. Nicht einfach für die Schüler der Geschwister Scholl Schule in Wallhausen/Waldböckelheim. Beleuchtete das Team doch sehr klar Sichtweisen, Anforderungen und mögliche Reaktionen, wie sie sie später in Ausbildung und Beruf erleben werden, aber auch schon bei der Gewinnung eines Ausbildungsplatzes bestehen müssen.

„Sicherlich hatten einige Schüler an ihren Rückmeldungen zu knabbern und bei einigen Schülern hat ein kleines Umdenken stattgefunden. Aber manche arbeiten genauso weiter wie vorher“, stellt Klassenleiter Sascha Romroth aus Waldböckelheim fest. Es braucht sicherlich mehr und wohl auch frühzeitigere Impulse, die den Jugendlichen auf dem Weg helfen können. Kommt doch die Berufswahl und die Vorbereitung auf das Leben in ihrer jugendlichen Alltag oft zu kurz. In der Hoffnung, dass sich mehr Möglichkeiten bieten und doch noch der schulische Erfolg kommt, setzen Eltern oftmals auf den weiteren Verbleib im Schulsystem. Von Praktikern wird dies oft angezweifelt: Sowohl Betriebe als auch Fachkräfte bei den Bildungsträgern erleben im Anschluss viel zu oft demotivierte bis hin frustrierte Jugendliche, da der erhoffte Erfolg und Erkenntnisgewinn zur Berufswahl ausblieb. Auch die Sorge, dass ihre Kinder noch nicht so weit wären, um den Arbeitsalltag zu bestehen, spielt hier eine Rolle. Was hat sich hier zu früher verändert? Die Jugendlichen entscheiden doch immer früher, was sie tun oder lassen wollen.

Was führt also dazu, dass sie ihre Stärken und Interessen nicht kennen, nicht wissen, welche beruflichen Möglichkeiten sich ihnen passend zu ihren schulischen Leistungen bieten und sich kaum bis gar nicht praktisch erprobt haben? Das Team der FAW hat in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen sammeln können, sowohl in der Berufsvorbereitung als auch schon in der Berufsorientierung. „Jugendliche, die seit ihrer Kindheit ehrenamtliches Engagement, die Mitwirkung in Vereinen und Verbänden kennen und zuhause in die vielfältigen Aufgaben eingebunden werden, können viel leichter ihre Stärken, Fähigkeiten und Interessen beschreiben. Sie sind auch viel leichter in der Lage einen Arbeitsalltag zu bestehen“, berichtet Claudia Jörg von der FAW. „Wenn wir frühzeitiger mit praktischen Erfahrungen, Praktika starten könnten und sich die Eltern früher für die berufliche Orientierung ihrer Kinder interessieren würden, könnten die Schüler und Schülerinnen durch unsere Arbeit als Übergangscoach oder bei einem Praxistagprojekt viel mehr erreichen.“ ergänzt Franziska Viereckl.

Begeistert war das Team von der Atmosphäre an den Schulstandorten, der Willkommenskultur und der hohen Unterstützungsbereitschaft für die jeweiligen Schüler.