Archivierter Artikel vom 19.06.2019, 11:13 Uhr
Roxheim

Ausflug des SPD OV Roxheim hinterließ viele interessante Eindrücke

Mit Dauerregen begann der diesjährige Ausflug des SPD Ortsvereins Roxheim wenig erfreulich.

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Foto: SPD Ortsvereins Roxheim

Mit einer über 50-köpfigen Reisegruppe wurde das Ziel in Lothringen, ein Chocolatier in Kourtzerode und das Schiffshebewerk in Arzviller angesteuert. Und bereits beim morgentlichen Frühstück kurz hinter Kaiserslautern stellte Petrus den Wasserhahn ab. Es stellte sich eine meist trockene und ab und zu sonnige Wetterlage ein. „Zuhause regnete es den ganzen Tag, sogar der Umzug in Guldental wurde abgesagt und wir hatten Glück, mit der Fahrt nach Frankreich dem sicher für unsere Region wichtigen Regen zu entfliehen,“ sagte OV Vorsitzender Michael Schaller.

Bereits die erste Station bei Chocolatier Jean Plumerey war ein Glanzpunkt. In der kleinen Manufaktur, in der noch per Hand und ohne Technik gearbeitet wird, zeigte der Meister seine über 40-jährige Erfahrung in der Herstellung verschiedenster Schokoladen und Kunstwerken aus Schokolade, immerhin verarbeitet er über das Jahr acht Tonnen Kakaobohnen aus unterschiedlichsten Ländern zu der süßen Köstlichkeit. Über 2000 verschiedene Formen nutzt der Chef zur Herstellung eines Produktes, bei dem Wert auf dem Einsatz natürlicher Produkte und keinerlei chemischer Zusatzstoffe gelegt wird. Im Zusammenspiel mit „Chocolateuse“ Dagmar Faßig wurden eine Schokolade mit Kakaobohnen aus Guatemala hergestellt, deren Kakaoanteil 73 Prozent ausmachte – einfach lecker. Natürlich konnten die unterschiedlichen Schokoladen mit Bohnen aus Tanzania, Venezuela, Guatemala, Ghana und so weiter auch gekostet werden.

Nach einem Mittagessen nach Lothringer Art besuchte die Reisegruppe das Schiffshebewerk von Arzviller. Mit einem Schrägaufzug werden dort Schiffe fast 45 Meter vom unteren Kanal in den oberen Kanal „gehoben“. Das Hebewerk, erbaut im Jahr 1965 ersetzt 17 Staustufen und verkürzt die Umlaufzeit auf der Strecke Strasbourg bis Nancy und zurück von zehn auf acht Tage, ein erheblicher Zeitgewinn für die Transportschifffahrt also. Bei einer Troglänge von 41,5 Metern und einer Breite von 5,5 Metern konnte ein Schiff von 1200 Tonnen Gesamtgewicht innerhalb von vier Minuten vom Talkanal auf die Höhe des Bergkanals über einen Schrägaufzug mit 41 Prozent Gefälle befördert werden.

Mit einer Kanalfahrt endete der Besuch dieses technischen Meisterwerkes am Rhein-Marne Kanal und man trat die Heimreise, mit vielen interessanten Eindrücken versehen, an.