Archivierter Artikel vom 04.07.2018, 11:30 Uhr
Bad Kreuznach

Auch im Juli fallen Arbeiten auf einer Streuobstwiese an

Oft kommt es zwischen Juni und Juli zu einem sogenannten Juni- und Julifall. Vereinzelt werfen Apfelbäume kleine, noch nicht ausgereifte Früchte ab, was eine natürliche Ausdünnung zur Folge hat.

Foto: Felix Ackermann

Mitunter kann dieser Fall auch durch die erste Generation des Apfelwicklers verursacht werden. Darum sind alle Früchte aufzulesen und von der Streuobstwiese zu entfernen. Hierdurch kann einem stärkeren Befall durch den Apfelwickler vorgebeugt werden.

Reife Steinfrüchte wie Kirschen können jetzt geerntet werden. Hierbei können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Ein Sommerschnitt kann hier nicht nur zur Auslichtung der Bäume genutzt werden, sondern hilft auch bei der Ernte. Äste, die geschnitten wurden, können sicher und mühelos am Boden abgeerntet werden.

Auch steht im Juli die Zeit der ersten Mahd an. Idealerweise sollten nur Teile der Obstwiese gemäht werden, um ein mosaikartiges Strukturgebilde in der vorhandenen Flora zu erzielen. Wenn möglich, sollte das Mähgut auf der Wiese für einige Tage liegen bleiben, um es den Pflanzen zu ermöglichen, die gebildeten Samen ausbereiten zu können. Auch wenn diese Möglichkeit nicht besteht, ist es von großer Bedeutung, dass das Mähgut nicht auf der Wiese verbleibt, sondern abgeräumt wird. Hierdurch werden dem Boden Nährstoffe entzogen, was für den Artenreichtum der Pflanzen und der damit einhergehenden Fauna äußerst wichtig ist.

Sie haben noch keine eigene Obstwiese? Oder eine Streuobstwiese zum Verkaufen? Die Streuobstbörse vom Verband der Gartenbauvereine kann helfen. Inserate oder Gesuche nach Obst, Wiesen, Dienstleistungen oder Geräten können unter www.gartenbauvereine.de kostenlos eingestellt werden.