Archivierter Artikel vom 02.09.2019, 19:16 Uhr

Zum Weingut gehören mehr als 30 Hektar große Lagen

Im Jahr 1902 gründete der preußische Staat die Weinbaudomäne und erwarb die ersten Flächen: steiles, zerklüftetes und felsiges Gelände inklusive einer ehemaligen Kupferschürfung, aus der die legendäre Kupfergrube wurde. Die Anlage der Weinberge, unter anderem mithilfe von Strafgefangenen, war Schwerstarbeit, es mussten Felsen gesprengt und gewaltige Erdmassen bewegt werden. 1903 wurden die ersten Rieslingreben gepflanzt.

1998 gab das Land die Weinbaudomäne auf, die Jens Reidel und Christine Dinse 2009 von Erich Maurer kauften und 2010 in Gut Hermannsberg umbenannten, zu dem mehr als 30 Hektar große Lagen gehören – neben der Kupfergrube unter anderem der Hermannsberg und die Traiser Bastei. 2013 wurde das Gut vom Gault Millau zum Aufsteiger des Jahres gekürt, 2016 wurden Karsten Peter und sein Team als „Winzer des Jahres“ geadelt. Zum Betrieb gehört auch ein Gästehaus mit einer Suite, Appartements und Gästezimmern. Die Gastronomie soll ab der nächsten Saison über die Feinschmecker-Wochenenden hinaus in Richtung Restaurantbetrieb weiterentwickelt werden. kuk