Archivierter Artikel vom 07.05.2021, 15:50 Uhr

Wolfshotline ist geschaltet: 06306/911.199

Seit sechs Jahren gibt es in Rheinland-Pfalz einen Wolfsmanagementplan und ein Monitoring, das von Biologen und Forstexperten im pfälzischen Trippstadt geleitet wird. Ziel ist die möglichst schonende Eingliederung des Großkarnivoren in den Naturraum. In Rheinland-Pfalz sind bislang die Landkreise Altenkirchen, Westerwald, Neuwied, das Stadtgebiet Koblenz sowie das rechtsrheinische Gebiet des Landkreises Mayen-Koblenz sowie das Gebiet des Rhein-Lahn-Kreises nördlich der Ems als Wolfspräventionsgebiet ausgewiesen.

Dort gelten unter anderem besondere Förderregelungen für Nutztierhalter. Ein Präventionsgebiet wird nach wissenschaftlichen Standards nur ausgewiesen, wenn ein Wolf sich wirklich niedergelassen hat. Besteht der Verdacht, dass ein Wolf zugeschlagen hat, können sich Nutztierhalter an die Wolfshotline 06306/911 199 wenden. Mitarbeiter der Stiftung Naturschutz und Umwelt (SNU) nehmen dann Proben aus den Bisswunden, damit anhand der DNA festgestellt werden kann, ob es ein Wolf war. In dem Fall bekommen Nutztierhalter vom Land eine Entschädigung. Die SNU hat auch viele Tipps, wie man Nutztiere wie Schafe oder Kälber schützen kann. Auch für wolfssichere Zäune, die Anschaffung von ausgebildeten Schutzhunden oder andere Maßnahmen gibt es Landeszuschüsse.