Archivierter Artikel vom 22.09.2017, 17:53 Uhr

Wie schmecken Carl und Phil?

Beide Biere, so der Tipp von Geschäftsführer Michael Peitz, sollten möglichst aus dem Glas getrunken werden, die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 8 und 10 Grad Celsius – wer sein Bier am liebsten eiskalt genießt, verpasst hier die geschmacklichen Details. Die Zeiten, in denen Bier als billiges Rauschmittel wahrgenommen wurde, sind vorbei. Bier ist Genussmittel, Handwerksprodukt und auch ein Stück weit Kunst. Verzehrempfehlung, Stammwürzeangaben, enthaltene Malz- und Hopfenarten sind inzwischen – genau wie beim Wein – gang und gäbe.

Phil ähnelt von der Farbe her einem hellen Pils. Den vergleichsweise höheren Alkoholgehalt (6,3 Prozent) schmeckt man sofort heraus, besonders bei den letzten Schlucken. Der Geschmack ist zitrisch-frisch. Die auf dem Gebinde angegeben Maracuja- und Bananennoten sind klar formuliert, das Bier schmeckt fruchtig und ist absolut gelungen.

Sein Bruder Carl ist deutlich dunkler, malziger und würziger. In ein Glas eingeschenkt, könnte man es mit Kaffee oder einem dunklen Kakao verwechseln. Auch geschmacklich kommt Kaffee der Chose nahe. Der von Röstaromen durchzogene Geschmackskörper ist nicht allzu weit von einem Bier wie Guiness, also einem Stout, entfernt. Beides spannende Biere, mein Favorit ist aber eindeutig Phil. Marian Ristow