Archivierter Artikel vom 17.10.2018, 19:20 Uhr

Wasserstand und Pegel – was ist das genau?

Grundsätzlich sagt ein Pegel nichts über die tatsächliche Wassertiefe aus, erklärt Martin Klimmer von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Er wird in Zentimetern ab einem definierten Nullpunkt gemessen, nicht ab dem Gewässergrund. Das geschieht an einer gelb-schwarzen Leiste, der Pegellatte.

Gesetzt wird der Nullpunkt überall anders: Über eine längere Zeit wird das Gewässer beobachtet, der niedrigste erfasste Stand wird zum Nullpunkt erklärt. Da der Rhein im Gegensatz zu anderen Flüssen nicht gestaut ist, hat er ein unregelmäßiges Profil. Deshalb gibt es viele Pegellatten und unterschiedliche Stände. Am Mittwochmorgen beispielsweise lag der Pegelmesswert in Kaub bei 38 Zentimetern und in Maxau bei 324 Zentimetern. Trotzdem beträgt die Fahrrinnentiefe an beiden Orten rund 160 Zentimeter. Um die tatsächliche Wassertiefe zu ermitteln, gibt es eine Umrechnungsformel, die neben dem Pegelmesswert noch weitere Messwerte beinhaltet.