Archivierter Artikel vom 07.12.2017, 11:48 Uhr

Was ist ein Kaltblut?

Als Kaltblüter werden Pferderassen bezeichnet, die sich durch ein hohes Körpergewicht und ein ruhiges Temperament auszeichnen und als schwere Zugpferde eingesetzt werden. Warmblüter dagegen werden als Reitpferde eingesetzt. Gemeint ist das Temperament der Tiere, nicht die Körpertemperatur.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Nutzung von Kaltblutrassen wie Niederländisches Kaltblut, Noriker, Rheinisch-Deutsches Kaltblut, Mecklenburger Kaltblut, Schleswiger Kaltblut, Schwarzwälder Kaltblut, Shire Horse, Westfälisches Kaltblut und Belgier als Arbeitspferde in Landwirtschaft und Industrie weit verbreitet. Geschätzt wurden vor allem ihr enormes Leistungsvermögen und ihre Gutmütigkeit. Auch wenn der Bestand stark geschrumpft ist, scheint er bei den meisten Rassen dennoch gesichert. Kaltblutpferde werden heute in der Forstwirtschaft als Rücke-pferde eingesetzt, wenn die Nutzung schwerer Maschinen nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Aber auch als Freizeit- und Familienpferde werden sie gerne genutzt.