Archivierter Artikel vom 06.04.2022, 16:22 Uhr

Was die Ameisen leisten

Besonders wichtig für das Gelingen des Projekts sind auch die für die Falter lebensnotwendigen Ameisenarten, wie die Knotenameisen beispielsweise, die auch in Gärten zu beobachten sind.

Nach der Eiablage der Bläulinge auf dem Wiesenknopf und einiger Zeit zum Fressen dort, lassen sich die Larven auf den Boden fallen, wo sie von Ameisen aufgenommen und in deren Nester gebracht werden. Eigentlich sind Ameisen und Schmetterlinge Fressfeinde.

Höchstwahrscheinlich liegt es an einer Art Zuckerwasser, das die Raupen durch ihre Drüsen absondern, dass sie nicht getötet werden. Im Ameisenbau ernähren sie sich schließlich von den Larven der Wirtstiere, bis sie sich nach zehn Monaten entpuppen und so schnell wie möglich fliehen müssen, ohne den Schutz ihres Zuckerzaubers. Diese Spezialisierung ist das Erfolgsrezept der Ameisenbläulinge; andererseits stellt sie auch eine Gefahr dar, da die Ameisenbläulinge von so vielen Faktoren abhängig sind, dass es schon wieder für den Arterhalt gefährlich wird, wie sich heute an der Bedrohung ihrer Art zeigt.

Um mehr über die Ameisen herauszufinden, wird es bald eine Studie an verschiedenen Standpunkten geben, sagt Leah Nebel. Diese soll prüfen, welche Arten sich wo überhaupt befinden, und wie diese auf den Flächen verteilt sind. An einigen Stellen wird es diese Untersuchungen in drei aufeinanderfolgenden Jahren geben, um Effekte zu prüfen wie vorangegangenes Hochwasser oder eine Verbrachung.