Archivierter Artikel vom 10.04.2018, 11:54 Uhr

VdK-Kreisverband rät: Gegen Krankenkassen-Kapriolen zur Wehr setzen – Akteneinsicht und Hilfe vom ersten Tag an

Wer heute erkrankt oder Hilfe braucht im Kampf gegen allzu steife Krankenkassen- oder Behördenbürokraten, kann auf eine wachsende Institution setzen: den VdK-Sozialverband.

Marcel Unger  Foto: VdK
Marcel Unger
Foto: VdK

2007, als Kreisgeschäftsführer Marcel Unger (heute 35), rentenversicherungserfahrener Diplom-Verwaltungswirt, begann, kamen jährlich 2700 Mitglieder in die Geschäftsstelle am Kreuznacher Holzmarkt.

2017 sind es 5000. VdK-Mitglieder 2018: 8985 (2007: 5612); bundesweit zurzeit 1,8 Millionen. Pro Jahr bearbeitet der VdK-Kreisverband in seiner neuen Geschäftsstelle am Europaplatz 1800 Verfahren.

Für Revisionen ist die VdK-Rechtsschutzstelle beim Landesverband in Mainz zuständig. Rentenanträge gehen, VdK-flankiert, meist durch, komplexer ist es mit Behinderungsgraden.

Mittlerweile dreht sich das VdK-Themenfeld zu knapp 80 Prozent um Renten- und Schwerbehindertenfragen. Durchschnittsalter der Hilfesuchenden: 56 Jahre. Der Gang vor das Sozialgericht ist gebührenfrei. Bei Verfahren mit privaten Krankenkassen kann es lange dauern, weil sie grade bei Rentnern versuchen, Kosten zu sparen.

Marcel Unger: „Wir raten, sich zu wehren.“ Bei Widerspruchsverfahren hat der VdK Akteneinsicht und prüft, was der Medizinische Dienst einer Krankenkasse postuliert. Ursache eines Streits sind häufig lückenhafte Verordnungen der Hausärzte; der Zusatz „ambulant“ fehle; es werden Privatrezepte verschrieben, die nicht im Leistungskatalog stünden und das Budget des Arztes nicht belasten.

Der jährliche VdK-Erwachsenenbeitrag bis 10 Jahre Zugehörigkeit: 72 Euro; 11 bis 20 Jahre: 64,80 Euro; über 20 Jahre: 57,60 Euro. Mitglieder haben den vollen Rechtsbeistand ab dem ersten Tag (Sonderbeiträge sind in Einzelfällen möglich). mz